Symbolbild: Frauen in der Kirche
Symbolbild: Frauen in der Kirche

25.09.2017

Kirche will Programm für mehr Frauen in Führungsebene fortsetzen "Über ein Drittel hinaus"

Die katholische Kirche will weiter mit einem Mentoring-Programm die Qualifikation von Frauen in Führungspositionen vorantreiben. Eine Zusammenarbeit von Männern und Frauen auf hoher Ebene werde "ausgeprochen wichtig", sagte Bischof Franz-Josef Bode.

"Es wird für die Zukunft ausgesprochen wichtig sein, dass Frauen und Männer auf hoher Ebene zusammenarbeiten und die Prozentanteile von Frauen in Leitungspositionen sich erhöhen über ein Drittel hinaus", erklärte Bischof Franz-Josef Bode in einer Videobotschaft am Montag in Münster zur Abschlussveranstaltung des erstmals bundesweit angebotenen Mentoring-Programms "Frauen steigen auf".

"Ich freue mich sehr darüber, dass wir dadurch Frauen in wichtigen leitenden Positionen der Kirche fördern können", so der Beauftragte der Deutschen Bischofskonferenz für das Thema "Frauen in Kirche und Gesellschaft". Oft sei das Problem, dass man angeblich keine geeigneten Frauen für Führungsaufgaben finden könne. "Hier werden junge Frauen vorbereitet, sie werden begleitet, und ihnen wird deutlich gemacht, dass die Kirche sie braucht für wichtige Aufgaben", so der Vorsitzende der Pastoralkommission der Bischofskonferenz. Es sei zu hoffen, "dass möglichst viele Diözesen in Zukunft sich auch darauf einlassen".

Weiterer Durchgang 2018

Bislang haben an dem Training, das vom Bonner Hildegardis-Verein in Kooperation mit der Bischofskonferenz und den Diözesen durchgeführt wird, 40 Frauen aus 14 der 27 deutschen Bistümer teilgenommen. Im Sommer 2018 soll ein weiterer Durchgang starten.

Die Begleitung durch eine Mentorin oder einen Mentor ermutige Frauen, sich für kirchliche Leitungsaufgaben ins Gespräch zu bringen, sagte die Vorsitzende des Hildegardis-Vereins, Gisela Muschiol. Einige Frauen hätten inzwischen bereits Leitungsstellen angetreten und sich in den ersten 100 Tagen von ihrem Mentor begleiten lassen. "Wir sind sehr froh, dass der Weg weitergeht", sagte Muschiol.

Zugang fördern

Der Münsteraner Generalvikar Norbert Köster erklärte, es wäre "einfach unvernünftig, wenn wir auf die Kompetenzen von Frauen verzichten würden". Die katholische Kirche gelte sicher nicht als Vorreiter der Gleichberechtigung, weil Frauen von den Weiheämtern ausgeschlossen seien.

"Umso wichtiger ist es aber, dass wir den Zugang von Frauen zu allen anderen Führungsaufgaben besonders fördern." Sie brächten in Entscheidungsprozessen oft andere Erfahrungen und Perspektiven ein. Daher sei er überzeugt, dass weibliche Führungskräfte in der Kirche zu anderen Entscheidungen führten. "Und das wird uns sicher gut tun", sagte Köster.

(KNA)

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