Kardinal Gerhard Ludwig Müller
Kardinal Gerhard Ludwig Müller
Gloria von Thurn und Taxis
Gloria von Thurn und Taxis

06.11.2019

Verwirrungen um Auftritt von Kardinal Müller und Fürstin Gloria "Da haben wir die Reißleine gezogen"

Zu Verwirrungen um einen Gesprächsabend mit Kardinal Gerhard Ludwig Müller und Fürstin Gloria von Thurn und Taxis ist es in Bochum gekommen. Die Veranstaltung ist nun aufgrund von Protesten aus der Pfarrgemeinde verlegt worden.

Das bestätigte der leitende Pfarrer der zuständigen Großpfarrei Liebfrauen, David Ringel, der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Ursprünglich war der Gesprächsabend für diesen Mittwoch in der Pfarrkirche Sankt Elisabeth im Stadtteil Gerthe unter dem Titel "Fragen zur Weltkirche und den gegenwärtigen Herausforderungen" geplant.

Zuerst hatte die "Westdeutsche Allgemeine Zeitung" (WAZ) darüber berichtet. Der Gesprächsabend wird stattdessen in der Alten Lohnhalle in Wattenscheid stattfinden.

Eintrittspreis als Begründung

Als Begründung führte Ringel den verlangten Eintrittspreis von 15 Euro an: "Da haben wir die Reißleine gezogen." Entweder müsse die Veranstaltung in der Kirche kostenfrei sein oder sie könne dort nicht stattfinden.

Zweifel habe es zudem gegeben, da ein Eventmanager als Veranstalter des Gesprächsabends aufgetreten war, der wegen Betrugs zu zwei Jahren Haft auf Bewährung und 200 Sozialstunden verurteilt worden war.

Ringel kritisierte, dass Informationen im Vorfeld nur "häppchenweise" an die Pfarrgemeinde weitergegeben worden seien. Zunächst sei nur von einer Messe die Rede gewesen, dann von einer Talkrunde mit dem Kardinal. Zuletzt sei dann der gemeinsame Vortrag mit der Fürstin bekanntgegeben worden. "Das erschien uns nicht in Ordnung," so Ringel.

Absage nicht mit den Personen verbunden

Der Pfarrer betonte, dass die Absage nicht mit der Person des Kardinals und dessen kirchenpolitischen Positionen verbunden sei: "Wir wollen in der Kirche vielen Menschen einen Platz zum Reden geben. Das ist ein Gebot der Fairness." Zugleich lobte Ringel die Messe mit Müller am Sonntag in der Kirche: "Der Kardinal hat gepredigt, wie es jeder Gastpriester getan hätte."

Der Veranstalter selbst erklärte auf Anfrage, es habe im Vorfeld genaue Absprachen mit den Zuständigen in Gerthe gegeben habe, auch über den Eintrittspreis. Dieser sei notwendig, um die Kosten zu decken im Rahmen der Vortragsreise des Kardinals. Weitere Termine mit Müller habe es am Montag in der Abtei Maria Laach und am Dienstag in Mönchengladbach gegeben.

Thurn und Taxis hatte Müller kürzlich in den USA als "Donald Trump der katholischen Kirche" gelobt. Neben dem US-Präsidenten sei er der einzige Mensch auf der Welt, der heute Klarheit gebe.

(KNA)

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