Der Osnabrücker Dom St. Peter
Der Osnabrücker Dom St. Peter

19.09.2019

Bistum Osnabrück erwirtschaftet erneut Überschuss Finanziell solide aufgestellt

Das Bistum Osnabrück hat im vergangenen Jahr einen Überschuss von 7,1 Millionen Euro erwirtschaftet. Grund ist ein erneuter Anstieg der Kirchensteuereinnahmen um knapp 6 Prozent auf rund 160 Millionen Euro, wie aus dem Finanzbericht der Diözese hervorgeht.

Das Bistum sei wirtschaftlich solide aufgestellt, heißt es darin. Der Gewinn fließe in die Rücklagen. 2017 hatten die Einnahmen aus der Kirchensteuer rund 151 Millionen Euro betragen. Damals erwirtschaftete die Diözese mit seinen rund 553.000 Katholiken einen Überschuss von 12,4 Millionen Euro.

Insgesamt hat das Bistum laut Finanzbericht 185,8 Millionen Euro eingenommen (2017: 180,2 Millionen). Größter Ausgabenblock waren die Personalkosten mit 65,2 Millionen Euro (2017: 61,2 Millionen). Die Zuschüsse und Zuweisungen für Kirchengemeinden, Schulen, Kindertagesstätten und Caritas bildeten den zweitgrößten Posten. Sie stiegen auf 61,9 Millionen Euro (2017: 56,9 Millionen).

Das Bistumsvermögen wuchs von rund 207 Millionen Euro im Jahr 2017 auf rund 307 Millionen Euro im Jahr 2018 an. Grund für diese außergewöhnliche Steigerung sei, dass die Bilanzierung der Schulimmobilien von der Schulstiftung auf das Bistum übergegangen sei, hieß es. Damit stieg die Eigenkapitalquote des Bistums von 35,25 auf 48,38 Prozent. Der größte Teil des Bistumsvermögens (177,6 Millionen Euro) besteht den Angaben nach aus Finanzanlagen wie Wertpapieren.

Die Körperschaft "Bischöflicher Stuhl" als Träger von Krankenhäusern und anderen sozialen Einrichtungen hat dem Finanzbericht zufolge eine Bilanzsumme von 105,4 Millionen Euro - ein Zuwachs von 2,3 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr. Die dritte Körperschaft öffentlichen Rechts, das für den Unterhalt der Domkirche zuständige "Domkapitel zu Osnabrück", verzeichnet ein Bilanzvolumen von 12,2 Millionen Euro, was gegenüber 2017 ein leichter Rückgang um 90.000 Euro bedeutet.

Das Bistum Osnabrück legte zum sechsten Mal einen Finanzbericht nach den Vorgaben des Handelsrechts vor. Mit seiner Bilanzsumme liegt die Diözese bundesweit auf einem der hinteren Plätze. Die großen Erzbistümer Köln, Paderborn und München weisen ein Vermögen zwischen 3,8 und rund 6 Milliarden Euro auf.

 

(KNA)

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