Die Schülerin Seena Ashine, auf deren Entwurf das Denkmal basiert, lüftet das neue Lichtenberg-Denkmal
Die Schülerin Seena Ashine, auf deren Entwurf das Denkmal basiert, lüftet das neue Lichtenberg-Denkmal
Bernhard Lichtenberg
Bernhard Lichtenberg

03.06.2019

Neues Berliner Denkmal für Hitler-Gegner Lichtenberg enthüllt Erinnerungsstätte für seligen Dompropst

An den Berliner Dompropst und Hitler-Gegner Bernhard Lichtenberg erinnert ein neues Denkmal. Die Doppel-Stele mit gelbem "Judenstern" wurde am Montag auf dem Vorplatz der Katholischen Liebfrauenschule in Berlin-Charlottenburg enthüllt.

Das Kunstwerk entstand in Zusammenarbeit von Schülerinnen und Schülern sowie Lehrenden der Liebfrauenschule mit Benediktinerpater Abraham Fischer von der Abtei Meschede (Nordrhein-Westfalen).

Gemeinsamer Gestaltungsprozess mit den Schülern

"Es wird immer wieder im Religions- oder auch Geschichtsunterricht auf Bernhard Lichtenberg Bezug genommen, er hat eine große Bedeutung in den letzten zwei Jahren bekommen" sagt die Direktorin der katholischen Liebfrauenschule in Berlin, Cornelia Wehr gegenüber DOMRADIO.DE. Der Vorplatz der Schule wurde umgestaltet, der ehemalige Berliner Dompropst wurde so Namensgeber für den Platz. Die Schüler wurden miteinbezogen, im Kunstunterricht wurde über die Entstehung eines Denkmals diskutiert.

Ausgewählt wurde die neue Skulptur aus mehreren Vorschlägen. "Es bietet sehr viele Interpretationsmöglichkeiten" sagt Cornelia Wehr. Man könne ein verschachteltes Kreuz erkennen oder auch zwei Personen, die sich zueinander beugen. Nicht nur die Form des Denkmals sei wichtig, sondern auch der Judenstern, ein Zitat aus dem Matthäusevangelium mit dem Verweis auf die Nächstenliebe und die Handschrift von Bernhard Lichtenberg. 

Dompropst an der Sankt-Hedwigs-Kathedrale

Als Pfarrer der Charlottenburger Herz-Jesu-Gemeinde von 1913 bis 1930 engagierte sich Lichtenberg (1875-1943) für Gründung und Aufbau der Liebfrauenschule. Dort hielt er auch Religionsunterricht. Als Dompropst an der Sankt-Hedwigs-Kathedrale setzte er sich später öffentlich für die verfolgten Juden ein. Dafür wurde er von den Nationalsozialisten inhaftiert. Er starb auf dem Weg in das Konzentrationslager Dachau.

Papst Johannes Paul II. sprach Lichtenberg 1996 selig und erhob ihn damit zum Vorbild des Glaubens. Sein Grab befindet sich während des Umbaus der Sankt-Hedwigs-Kathedrale in der Plötzenseer Gedenkkirche Maria Regina Martyrum für die christlichen Gegner der Nationalsozialisten.

(KNA)

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