Wird zurzeit renoviert: die St. Hedwigs-Kathedrale in Berlin
Sankt-Hedwigs-Kathedrale
Sankt-Hedwigs-Kathedrale mit Bodenöffnung
Sankt-Hedwigs-Kathedrale mit Bodenöffnung
Modell für die Umgestaltung der Sankt-Hedwigs-Kathedrale
Modell für die Umgestaltung der Sankt-Hedwigs-Kathedrale
Blick in die St. Hedwigs-Kathedrale
Blick in die St. Hedwigs-Kathedrale
Als Beispiel: Kunstinstallation in der St. Hedwigs-Kathedrale
Kunstinstallation in der St. Hedwigs-Kathedrale

09.01.2019

Verwaltungsgericht weist Klagen gegen Kathedralumbau ab Was passiert mit Sankt Hedwig?

Das Verwaltungsgericht Berlin hat zwei Klagen gegen den bevorstehenden Innenumbau der Sankt-Hedwigs-Kathedrale abgewiesen. Verhandlungsgegenstand waren Klagen im Zusammenhang mit dem Denkmalrecht.

In einer mündlichen Verhandlung entschied Richter Markus Rau, die klagenden Künstler oder deren Rechtsnachfolger hätten im Bereich des öffentlichen Rechts kein Klagerecht. Für Urheberrechtsfragen sei das Zivilrecht zuständig.

Geklagt hatten Künstler, die um 1960 am Wiederaufbau der Kathedrale beteiligt waren, oder deren Rechtsnachfolger. Sie wollen damit erreichen, dass das Land Berlin seine im Februar 2018 erteilte denkmalrechtliche Genehmigung des Umbaus aufhebt. Der Rechtsvertreter der Kläger kündigte an zu prüfen, ob vor dem Oberverwaltungsgericht Berufung beantragt wird.

Die Kläger hatten zudem bereits zivilrechtliche Klagen vor dem Landgericht Berlin eingereicht, einen Termin für das Verfahren gibt es nach ihren Angaben bislang nicht.

Streitpunkt zentrale Bodenöffnung

Ihre Kritik richtet sich vor allem dagegen, dass die zentrale Bodenöffnung mit einer Treppe zur Unterkirche beseitigt wird. Der Architekt Hans Schwippert (1899-1973) hatte sie beim Wiederaufbau der ausgebombten Kirche nach dem Zweiten Weltkrieg angelegt.

Bei der Umgestaltung wird der Altar ins Zentrum der Rundkirche gerückt, um besser nach den gegenwärtigen kirchlichen Vorgaben Gottesdienste feiern zu können. Für den bis 2023 geplanten Umbau ist die Kathedrale des Erzbistums Berlin seit vergangenem September geschlossen.

Historisches Wahrzeichen der Hauptstadt

Die Berliner Sankt-Hedwigs-Kathedrale gehört zu den bedeutenden katholischen Gotteshäusern in Deutschland. Sie ist eines der historischen Wahrzeichen der Hauptstadt. Die Bischofskirche des Erzbistums Berlin hat jährlich mehr als 200.000 Besucher. Geweiht wurde der runde Kuppelbau am 1. November 1773.

Architektonisches Vorbild war das antike Pantheon in Rom. Zusammen mit Humboldt-Universität, Staatsoper und Königlicher Bibliothek bildet das Gotteshaus am Boulevard Unter den Linden das Ensemble des Forum Fridericianum. Die Planer waren Wenzeslaus von Knobelsdorff, Jean Laurent Legeay und Johann Boumann der Ältere.

Der Bau entstand auch auf Initiative von Friedrich dem Großen. Anlass war die wachsende Zahl der Katholiken in Preußen durch den Ausbau der Armee und die Eroberung Schlesiens. Die Kirche ist nach der Patronin der neuen Provinz, der heiligen Hedwig von Schlesien (1174-1243), benannt.

Seit der Weihe wurde die Kirche dreimal umgestaltet. Der bislang stärkste Eingriff fand nach dem Zweiten Weltkrieg statt, in dem Bomben die Kathedrale bis auf die Umfassungsmauern zerstörten. Bis 1963 baute der renommierte Düsseldorfer Architekt Hans Schwippert (1899-1973) sie innen in modernen Formen wieder auf.

Architektonische Besonderheit

Eine architektonische Besonderheit war seither eine rund acht Meter große Bodenöffnung im Zentrum des Kirchenraums. Über eine Treppe war damit die Unterkirche mit den Grabkapellen der Berliner Bischöfe und des seligen Dompropsts Bernhard Lichtenberg (1875-1943) erreichbar.

Bei der beginnenden Sanierung und Umgestaltung wird die Bodenöffnung trotz Kritik unter anderen von Denkmalpflegern geschlossen. Die Umbaukosten werden einschließlich des benachbarten Bernhard-Lichtenberg-Hauses auf rund 60 Millionen Euro veranschlagt. Finanziert wird das Projekt zu zwei Dritteln aus Mitteln der katholischen deutschen Bistümer sowie zu einem Drittel vom Bund und dem Land Berlin.

(KNA)

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