Berlins Erzbischof Heiner Koch und DOMRADIO.DE-Chefredakteur Ingo Brüggenjürgen
Berlins Erzbischof Heiner Koch und DOMRADIO.DE-Chefredakteur Ingo Brüggenjürgen

10.09.2018

Erzbischof Koch über DOMRADIO.DE-Sendestart in Berlin und Brandenburg "Ohne Mut werden wir in dieser Gesellschaft nichts bewegen"

Das Programm von DOMRADIO.DE ist seit dem vergangenen Wochenende in Berlin und Brandenburg über Digitalradio DAB+ zu hören. Berlins Erzbischof Heiner Koch begrüßt den Sendestart - und sendet ein "Signal" an andere Bistümer.

DOMRADIO.DE: Das DOMRADIO ist jetzt auf DAB+ in Berlin-Brandenburg zu empfangen. Ist das für Sie eine gute Nachricht?

Erzbischof Heiner Koch (Erzbistum Berlin): Für mich ist das eine sehr gute Nachricht, weil es wieder ein Mosaikstein in unserem großen Bemühen ist, in dieser Stadt und den Ländern drumherum das Evangelium irgendwie ins Gespräch zu bringen - gut ins Gespräch zu bringen, qualifiziert. Wir brauchen solche Kommunikationsmedien, die etwas ausstrahlen. Radio hat mit Strahlen zu tun und die Antworten ermöglichen einen Dialog, ein Gespräch und eröffnen eine Kommunikation.

Ich bin da ganz zuversichtlich. Ich weiß ja noch, wie schwierig und mühsam die Anfänge in Köln waren, klein-klein und von vielen Bedenken getragen und zu welch Großem sich DOMRADIO.DE entwickelt hat. Ich hoffe und bete dafür, dass es in Berlin genauso sein wird.

DOMRADIO.DE: Gibt es etwas, was Sie uns als Macher ganz besonders ins Stammbuch schreiben möchten?

Koch: Na ja, wenn ich ans Radio denke, dann muss ich immer an die Fußballübertragungen im Radio denken. Dann denke ich an die Begeisterung der Sportreporter, die ersten Rundfunksendungen der Bundesliga, die ich da gehört habe.

Ich wünsche mir, dass das DOMRADIO technisch hervorragend ausgerüstet ist. Vor allen Dingen wünsche ich mir aber Moderatoren und Redakteure, die begeisternd auftreten, die für dieses DOMRADIO und vor allen Dingen für die Botschaft, die dahinter steht, Schwung, Liebe und Feuer zeigen. Das ist das Wichtigste hier in Berlin.

DOMRADIO.DE: Mittlerweile ist DOMRADIO.DE als Multimediasender ein fester Begriff. Es gibt viele Kanäle, die bespielt werden. Da ist die Online-Plattform, da ist Twitter, da ist Facebook und da ist mittlerweile auch eine Whatsapp-Community. Wie schätzen Sie dieses mehrkanalige Angebot ein?

Koch: Es geht nur noch mehrkanalig. Zu meinen, man könnte sich auf ein Medium beschränken, davon halte ich gar nichts. Es ist auch irreal. Die Vernetzung verschiedener Medien ist die große Chance. Dass man etwas hören kann, sich einmischen kann, etwas im Fernsehen dazu sehen kann und die neuen Medien einbeziehen kann. Multimedial muss es sein, sonst hat es gar keine Chance.

DOMRADIO.DE: DOMRADIO.DE bemüht sich schon sehr lange um Frequenzen. Das Erzbistum Berlin ist jetzt das erste offizielle Bistum in Deutschland, das gesagt hat: Wir kooperieren mit dem Erzbistum Köln, mit DOMRADIO.DE und bringen das nach vorne. Können diesem Model vielleicht auch andere Bistümer folgen?

Koch: Ja, sie sind selbst Schuld, wenn sie es nicht tun. Wir werden jetzt auf die guten Erfahrungen in Berlin hinweisen. Wie gesagt, es wird auch mühsam sein. Man muss Schritte wagen. Das ist sicherlich nicht sofort von riesigen Erfolgszahlen begleitet, aber ohne Mut werden wir in dieser Gesellschaft und in dieser veränderten Situation der Kirche in dieser Gesellschaft nichts bewegen.

Das Interview führte Ingo Brüggenjürgen.

(DR)

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