25.07.2018

Justiz ermittelt weiter zu Bauträger im Bistum Würzburg Umfangreiche Unterlagen

Die Staatsanwaltschaft Würzburg wird noch mindestens einige Wochen brauchen, um die Vorwürfe rund um die kirchliche Immobilienfirma SBW zu prüfen. Grund dafür sind die umfangreichen Unterlagen, die derzeit gesichtet werden, wie ein Sprecher sagte.

Zeugen werden laut dem Sprecher der Staatsanwaltschaft derzeit nicht gehört. Die Diözese Würzburg hatte in dem Fall die Staatsanwaltschaft eingeschaltet. Nach Medienberichten wurde gegen den früheren Geschäftsführer Strafanzeige wegen Untreue gestellt.

Generalvikar Thomas Keßler, der den Bischöflichen Stuhl als Gesellschafter des Bauträgers vertritt, hatte den Geschäftsführer bereits im Juni von diesem Amt sowie von seinen Aufgaben als Leiter des Liegenschaftsamtes im Ordinariat entbunden. Auch der Aufsichtsrat der SBW, einer Schwestergesellschaft der kirchlichen Wohnungsbaugenossenschaft St. Bruno-Werk, wurde aufgelöst. Ihm gehörten der Würzburger Bürgermeister und frühere Bischöfliche Finanzdirektor Adolf Bauer, der frühere Bau- und Kunstreferent Jürgen Lenssen sowie ein Anwalt an.

SBW-Untersuchungen Teil einer Transparenzoffensive

Den Vorsitz des Aufsichtsrats hatte der bisherige Bischöfliche Finanzdirektor Albrecht Siedler inne. Er war am vergangenen Freitag von diesem Amt zurückgetreten, da er einen Strafbefehl wegen nicht abgeführter Sozialleistungen erhalten hatte. Dies hatte jedoch nichts mit den SBW-Untersuchungen zu tun.

Die Untersuchungen bei der SBW sind laut Diözese Teil einer Transparenzoffensive. In ersten Erklärungen hieß es, dass in der Vergangenheit Funktionen bei unterschiedlichen Rechtsträgern durch dieselben Personen wahrgenommen worden seien. Das entspreche nicht heutigen Vorstellungen von "Compliance und Kontrolle". Dies bedeute jedoch nicht, dass den bisher verantwortlichen Personen ein Vorwurf zu machen sei.

(KNA)

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