Erzbistum Hamburg will katholische Schulen schließen
Erzbistum Hamburg will katholische Schulen schließen
Erzbischof Stefan Heße
Erzbischof Stefan Heße

07.02.2018

Hamburger Erzbischof Heße verteidigt Amtsvorgänger Thissen Nicht auf eine Person einschießen

Im Zusammenhang mit den geplanten Schulschließungen der Erzdiözese Hamburg hat Erzbischof Stefan Heße seinen Amtsvorgänger Werner Thissen verteidigt. Es sei "zu einfach, sich auf eine Person einzuschießen und zu sagen, da ist die Schuld".

Es gelte jetzt nach vorne zu schauen und die Dinge in der Zukunft besser zu handhaben, sagte Heße im Interview der "Zeit"-Beilage "Christ und Welt" (Donnerstag). Er wisse, dass schon vor Jahren über schlechte Zahlen debattiert worden sei. "Aber offenbar hat man keine Konsequenzen daraus gezogen." Beim Aufbau der Diözese habe man es "so gut gemacht, wie es eben ging. Heute sehen wir, dass es so nicht gereicht hat."

Zudem begrüßte Heße alle Lösungsvorschläge wie etwa die Initiative um den Hamburger Anwalt Christian Bernzen, die alle 21 Schulen übernehmen und in einer Genossenschaft fortführen will. Die Pläne müssten aber einer Realitätsprüfung unterzogen werden. Fest stehe zudem, dass die Erzdiözese Träger von 13 Schulen bleibe. Und für drei unter Umständen noch zu rettende Schulen hoffe er auf eine Lösung.

Das Erzbistum hatte im Januar angekündigt, bis zu 8 seiner 21 Schulen in Hamburg zu schließen. Darüber hinaus wird über weitere Kürzungen nachgedacht. Laut Bericht weist die Bilanz des Bistums derzeit eine Überschuldung von 79 Millionen Euro auf.

Heße verteidigte erneut die geplanten Schulschließungen

Erneut verteidigte Heße die geplanten Schulschließungen. Die wirtschaftliche Lage des Erzbistums Hamburg sei "dramatischer als alles, was ich mir hätte vorstellen können". Vielleicht wirkten die Maßnahmen radikaler als in anderen Regionen, weil hier mit einem "harten Schnitt" und nicht überall ein bisschen gekürzt werde. Es gehe darum, diejenigen Schulen mit dem höchsten Sanierungsbedarf zu schließen, um die anderen zu erhalten.

Die Situation sei ihm klar geworden, als er im Dezember erstmals von Unternehmensberatern die Ergebnisse ihrer Prüfung auf den Tisch bekommen habe. "Da war für mich klar: Du musst jetzt handeln, damit dieses Bistum eine Zukunft hat", sagte Heße. Weil die Anmeldungen für das kommende Schuljahr angestanden hätten, seien jetzt die nicht zu haltenden Schulen benannt worden.

Fehler in der Kommunikation verneinte Heße. Es gebe in einer solchen Situation wohl keine zufriedenstelle Strategie. Die Aufgabe sei im Erzbistum auf verschiedene Personen verteilt. Deshalb habe der Generalvikar die Schließungen verkündet. Der Erzbischof selbst war der bei der Bekanntgabe der Schließungen nicht selbst vor die Presse getreten.

(KNA)

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