Morgenrituale
Morgenrituale
Bruder David, Cella Sankt Benedikt in Hannover
Bruder David, Cella Sankt Benedikt in Hannover

14.08.2017

Fünf Morgenrituale, mit denen Bruder David gut in den Tag kommt An den Fingern einer Hand abgezählt

Der eine braucht mehrere Wecker, der andere springt sofort gut gelaunt aus den Federn. Jeder geht den Morgen anders an. Bruder David, Benediktiner-Mönch der Cella Sankt Benedikt in Hannover, empfielt fünf wichtige Rituale.

In vielen Klöstern ist es noch gang und gäbe, dass am Morgen Rituale in den Tag führen. Das frühe Aufstehen gehört zum Tagesablauf oft dazu. Mönche rezitieren erste Psalmen, meditieren oder beten – sie reden wenig bis gar nicht. "Es ging den Mönchen um die Stille, die noch über der Welt liegt, das natürliche Schweigen, das man tagsüber oft vergeblich sucht", erklärt Bruder David. Er ist Benediktiner-Mönch der Cella Sankt Benedikt in Hannover. Auch bei ihm im Kloster sprechen die Brüder am frühen Morgen noch nicht miteinander. "Wir schweigen beim Frühstück. Erst wenn wir fertig sind, brechen wir dieses", so der Mönch gegenüber domradio.de. Er vergleicht das mit einem Lichtschalter. Langsam "dimmen" sich die Mönche in den Tag.

Für sich selber hat er sein ganz eigenes Ritual entdeckt. Dazu nutzt er die Finger seiner Hand. Jedem Finger hat er ein ganz bestimmtes Ritual geknüpft. Vom Daumen bis zum Zeigefinger hat er also eine feste Reihenfolge festgelegt. Dieses "Morgenritual – an fünf Fingern abgezählt" gibt er in einem Blog an Gläubige und Morgenmuffel weiter.

Daumen

Mit dem Daumen beginnt Bruder David und erinnert sich an die vergangene Nacht.

Jede Nacht ist kostbar, so der Benediktiner. Daher findet er es wichtig, für die vergangene Nacht und die reinigend wirkenden Träume dankbar zu sein. "Der Körper konnte sich erholen, die Nerven sich beruhigen – das ist Grund genug, die Nacht wert zu schätzen und dankbar dafür zu sein", beschreibt es der Mönch auf in seinem Blogeintrag.

Zeigefinger

Als nächstes nimmt er sich dem Zeigefinger an. Dieser Zeigefinger steht dafür, die Träume festzuhalten. "Wer träumt sollte es sich angewöhnen, die eigenen Träume aufzuschreiben", findet er. Das helfe nicht nur, unangenehme Träume loszulassen und sich von der oft bedrückenden Atmosphäre zu befreien, sondern es helfe, den Inhalt zu verarbeiten.

Mittelfinger

Ist er beim Mittelfinger angekommen, heißt das für Bruder David, dass er sich zum Fenster bewegt. Er atmet tief ein und aus und weckt seinen Kreislauf. "Es ist auch wie das hereinlassen der Tageswelt ins Schlafzimmer", schreibt er. Die Morgenluft sei selbst in einer Stadt eine besondere. Er vergleicht das Atmen mit einer fortlaufenden Neuschöpfung.

Ringfinger

Weiter geht es zum Ringfinger. Zeit für den Segen für den neuen Tag. An der Stelle wendet er sich an Gott, bittet für alles beizustehen, was kommen möge, ihn durch alles Schwere zu begleiten.

Kleiner Finger

Beim letzten Finger angekommen gibt sich Bruder David selber einen Impuls mit auf den Weg. "Möge ich alles an diesem Tag als Chance zu meiner Weiterentwicklung nutzen", so der 50-Jährige.

(dr)

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