Frauen als Diakoninnen?
Frauen als Diakoninnen?
Ellen Ueberschär, Generalsekretärin des Deutschen Evangelischen Kirchentages
Ellen Ueberschär, Generalsekretärin des Deutschen Evangelischen Kirchentages

06.05.2017

Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) für Diakonat der Frau Bitte an Deutsche Bischofskonferenz

Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken fordert die Deutsche Bischofskonferenz auf, sich in Rom für den sakramentalen Diakonat der Frau einzusetzen.

Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) bittet die deutschen Bischöfe, sich in Rom für den sakramentalen Diakonat der Frau einzusetzen. Das höchste repräsentative Gremium der katholischen Laien in Deutschland stimmte am Freitag in Berlin bei seiner Frühjahrsvollversammlung mit großer Mehrheit für einen entsprechenden Antrag.

Gehilfe des Bischofs

Das Diakonen-Amt gehört zu den ältesten der Kirche. Zunächst wirkten Diakone in der Armen- und Krankenpflege oder als Gehilfen des Bischofs. Da die Diakonenweihe heute in der katholischen Kirche als erste Durchgangsstufe auf dem Weg zur Priesterweihe verstanden wird, wird die Teilhabe von Frauen immer wieder mit dem Argument abgelehnt, dass Frauen eh nicht Priester werden dürften.

Ueberschär hofft auf Priesterzugang

Die Generalsekretärin des Deutschen Evangelischen Kirchentags, Ellen Ueberschär, hofft im Gespräch mit domradio.de auf eine Veränderung. "Ich hoffe doch, dass die katholische Kirche irgendwann dazu kommt, Frauen den gleichen Zugang zum Priesteramt einzuräumen wie das nach langen und vor allem theologischen Diskussionen auch in der evangelischen Kirche der Fall ist."  Es wäre auch aus theologischen Gründen an der Zeit, sagte sie weiter.

"Ich weiß, dass das ein sehr langer Weg sein wird. Das Diakonat wäre ein Schritt auf diesem Weg, aber ich würde mir wünschen, dass die katholische Kirche diesen Schritt auch tut." Der Blick auf das alltägliche Gemeindeleben zeige jedoch, dass die Unterscheide gering seien  - indem, was die katholischen Gemeinden und die evangelische Gemeinden umtreibe, sagte Ueberschär.

 

(KNA, DR)