Bischof Gebhard Fürst
Bischof Gebhard Fürst

27.03.2017

Bischof Gebhard Fürst bekennt sich zum Frauendiakonat Diakonin ist "Zeichen der Zeit"

Mit einem klaren Bekenntnis zum Frauendiakonat hat Bischof Gebhard Fürst sich in der Debatte um Weiheämter für Frauen zu Wort gemeldet. Das mögliche Amt der Diakonin sei "Zeichen der Zeit".

Beim Festakt zum 100. Geburtstag des Katholischen Deutschen Frauenbunds (KDFB) in der Diözese Rottenburg-Stuttgart bezeichnete Bischof Gebhard Fürst das mögliche Amt der Diakonin als "Zeichen der Zeit". Den Einsatz von sogenannten "viri probati" (verheiratete, bewährte Männer) im priesterlichen Dienst halte er im Vergleich zur Diakonin für "nachgeordnet", sagte Bischof Fürst am Sonntagnachmittag in der Akademie der Diözese in Stuttgart-Hohenheim.

Die seit Jahrzehnten ausstehende Antwort zum Thema Frauendiakonat aus Rom bewerte er nicht als Absage, so Bischof Fürst weiter. Für ihn bedeute das Schweigen, dass der Vatikan das Thema "nicht total verneint". Bereits im Jahr 1997 verantwortete Gebhard Fürst als Direktor der Akademie der Diözese in Hohenheim einen internationalen theologischen Fachkongress zum Diakonat der Frau.

Kommission zum Frauendiakonat

Papst Franziskus hatte im August 2016 eine wissenschaftliche Kommission zur Untersuchung der Geschichte des Frauendiakonats berufen. Sie soll sich mit dem Amt weiblicher Diakone befassen, "vor allem mit Blick auf die frühesten Zeiten der Kirche". Vielfach war die Ankündigung so verstanden worden, als sei damit auch die Prüfung einer möglichen Zulassung von Frauen zum Diakonat verbunden. Franziskus selbst wandte sich allerdings gegen solche Deutungen und betonte, die Kommission solle nur die Rolle der Diakoninnen in der frühen Kirche untersuchen.

Das durch Weihe übertragene katholische Diakonenamt ist eines der ältesten der Kirche und bislang Männern vorbehalten. Diakone dürfen taufen, verheiraten, beerdigen und predigen, aber nicht die Messfeier leiten oder Beichte hören. Lange Zeit galt das Amt als Vorstufe zur Priesterweihe, seit 1968 können aber auch verheiratete Männer zu "Ständigen Diakonen" geweiht werden.

Die neue App von DOMRADIO.DE

Im Video: Täglicher Gottesdienst

Sehen Sie hier den täglichen Gottesdienst aus dem Kölner Dom. An Werktagen ab 9 Uhr, an Sonn- und Feiertagen ab 12 Uhr in der Mediathek.

Tageskalender

Radioprogramm

 26.02.2021
06:30 - 10:00 Uhr

DOMRADIO - Der Morgen

  • Heute ist Purim - im Corona-Modus
  • Bischof Overbeck gedenkt Opfern von Covid-19
  • Wenn der Priester kellnert
  • "Der Kirchenaustritt ist nicht das Problem" - ein Statement
10:00 - 15:00 Uhr

DOMRADIO Der Tag

  • Tagung: Was macht die priesterliche Identität aus?
  • Rückblick DBK-Vollversammlung
  • Sex in der Bibel: "Buch der Bücher" alles andere als prüde
10:00 - 15:00 Uhr

DOMRADIO Der Tag

  • Tagung: Was macht die priesterliche Identität aus?
  • Rückblick DBK-Vollversammlung
  • Sex in der Bibel: "Buch der Bücher" alles andere als prüde
15:00 - 19:00 Uhr

DOMRADIO Der Nachmittag

15:00 - 19:00 Uhr

DOMRADIO Der Nachmittag

19:00 - 22:00 Uhr

DOMRADIO Der Abend

  • Bischof Overbeck gedenkt Opfern von Covid-19
  • "Der Kirchenaustritt ist nicht das Problem" - ein Statement
  • Sex in der Bibel: "Buch der Bücher" alles andere als prüde
22:00 - 22:30 Uhr

DOMRADIO Nachtgebet

Heutiges Evangelium:
In dieser Woche zu Gast:
In dieser Woche zu Gast:

Himmelklar Podcast

Weihbischof Puff: täglicher Impuls und Fürbitten

Wort des Bischofs

Der geistliche Impuls von Kardinal Woelki. Jeden Sonntag neu.

Wochenkommentar

Der DOMRADIO.DE Chefredakteur blickt auf die Woche.

Kostenlose Radio-App für iPhone und Android

Nehmen Sie Ihr DOMRADIO.DE mit wohin Sie wollen und wann immer Sie Lust haben. Funktionen: Nachrichten, Podcasts, Mediathek, Wecker, Sleep-Timer, Bluetooth, Chromecast, AirPlay, CarPlay, Android Wear…

Die ganze Bibel im Ohr! Jetzt spenden!