Domdekan Prälat Dr. Günther Geis (r.) und Domschweitzer Bernhard Wagner installieren das Wappen
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14.09.2016

Bätzings Bischofswappen enthüllt Drache, Kreuz und Füllhorn

Das Wappen des künftigen Limburger Bischofs Georg Bätzing ist über dem Bischofsstuhl im Limburger Dom angebracht worden. Es wird demnächst dann auch unter anderem auf seinem Briefpapier und auf amtlichen Dokumenten zu sehen sein.

Das Kreuz in dem Wappen verweist auf Bätzings Herkunftsbistum Trier, Drache und Schwert auf den in der christlichen Kunst häufig als Drachentöter dargestellten heiligen Georg. Der Heilige ist Patron des Bistums Limburg und des Limburger Doms sowie Bätzings Namenspatron.

Das Wappen zeigt zudem ein Füllhorn mit Silbererz. Dieses Motiv verweist auf den im Westerwald gelegenen Ort Niederfischbach, in dem Bätzing aufwuchs und in dem einst Silbererz abgebaut wurde. Unterschrieben ist das Wappen mit Bätzings bischöflichem Wahlspruch "Congrega in unum" (Führe zusammen). Er stammt aus einem Gebet der Trierer Heilig-Rock-Wallfahrt.

Bischofsstab aus Buchsbaumholz

Der Stab des künftigen Bischofs von Limburg ist laut Bistum aus hellem Buchsbaumholz gefertigt, das mit den Jahren nachdunkeln soll. Zwischen Krumme und Stab sei ein Bergkristall eingelassen, in dem Menschen eingraviert sind, große und kleine, behinderte und nichtbehinderte.

Jeder Bischof erhält zwar seinen eigenen Bischofsstab, im Limburger Fall gibt es jedoch bei der Weihe Bätzings am Sonntag eine Besonderheit. Der aus dem Limburger Domschatz stammende Petrusstab, der als Zeichen der Verbindung der Ortskirche mit dem Petrusamt gilt, wird bei der Amtseinführung von Bischöfen dem Neuen überreicht. Bei der Einführung seines Nachfolgers Franz-Peter Tebartz-van Elst 2008 überreichte der vormalige Limburger Bischof Franz Kamphaus diesem den Stab symbolisch mit den Worten: "Empfange diesen Petrusstab. Die elf Limburger Bischöfe haben ihn vor Dir getragen."

Die Limburger Zeremonie hat wegen des Petrusstabs Auswirkungen auf die Trierer Nero-Ausstellung. Der Stab ist seit Mai in der Ausstellung "Nero und die Christen" im Trierer Museum am Dom zu sehen und muss am Freitag vorzeitig an die Lahn zurückgebracht werden. Nach der Amtseinführung Bätzings kehrt das Exponat jedoch bis zum Ende der Ausstellung am 16. Oktober wieder an die Mosel zurück, wie Museumsdirektor Markus Groß-Morgen auf Anfrage mitteilte.

Einer mittelalterlichen Legende nach übergab der um das Jahr 65 hingerichtete Apostel Petrus seinen Hirtenstab den ersten Trierer Bischöfen Eucharius, Valerius und Maternus; tatsächlich lebten sie jedoch erst im dritten Jahrhundert. Der Stab wurde im zehnten Jahrhundert zwischen den Erzbistümern Trier und Köln, das von Maternus gegründet wurde, aufgeteilt. Der Trierer Teil gelangte im 19. Jahrhundert in das neugegründete Bistum Limburg. Die heutige Gestalt der Reliquie geht auf das Jahr 1935 zurück.

Großes Medieninteresse an Amtseinführung

Derweil stößt die Weihe und Amtseinführung des künftigen Limburger Bischofs Georg Bätzing am Sonntag im Dom der Lahnstadt Auf ein großes Medieninteresse. Es hätten sich 80 Journalisten akkreditiert, sagte Bistumssprecher Stephan Schnelle am Mittwoch auf Anfrage.

Neben dem vorgesehenen Pressezentrum in der Michaelskapelle auf dem Domberg wird es deshalb laut Schnelle ein zweites im Vorhof des Diözesanmuseums geben.

(KNA)

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