Bischof Felix Genn
Bischof Felix Genn

08.07.2016

Bischof Genn will Kirche serviceorienter machen Nah am Menschen

Die katholische Kirche sollte nach den Worten des Münsteraner Bischofs Felix Genn service-orientierter und näher an den Menschen sein. Sie müsse noch besser auf Menschen zugehen, Kontakte halten, neue gewinnen und stärken.

Genn kündigte am Freitag Konsequenzen aus der großen Zufriedenheitsstudie von 2015 in seinem Bistum an.

Hauptaufgabe der Kirche müsse es sein, Beziehungen zu den Menschen herzustellen, fügte Genn hinzu. Sie müsse noch besser auf Menschen zugehen, Kontakte halten, neue gewinnen und stärken. Als eine weitere Aufgabe nannte er eine bessere Unterstützung der Getauften, um deren Begabungen einzubringen, sowie eine verstärkte Serviceorientierung. "Wir wollen unsere Mitglieder gut bedienen", sagte Genn.

Marketing-Studie

Als erste deutsche Diözese hatte Münster 2015 vor dem Hintergrund der Kirchenaustritte eine Marketing-Studie unter Kirchenmitgliedern durchgeführt. Zentrale Ergebnisse waren, dass rund 30 Prozent mit ihrer Kirche zufrieden und ebenso viele unzufrieden sind. 40 Prozent wählten eine mittlere Position. 22 Prozent der Katholiken im Bistum Münster gelten als austrittsgefährdet. Alle Ergebnisse und daraus abgeleitete Perspektiven sind jetzt in dem Buch "Beziehung statt Abgrenzung - Kirche im Wandel" veröffentlicht, das am Freitag vorgestellt wurde.

Als eine notwendige Bedingung für die Kirche nannte Genn die Teamfähigkeit. Menschen, die sich etwa in die Gemeindearbeit einbringen, müssten auch mitentscheiden können. Eine solche Leitungskultur müsse gefördert werden. Zudem sprach sich der Bischof dafür aus, dass Kirche sich zwar weiterhin an der öffentlichen Meinungsbildung beteilige, den Menschen aber nicht "von oben herab" Vorgaben für ein gelingendes Leben mache.

Schlüsselbegriffe für die Kirche

Der als "Marketing-Papst" bekannte Wirtschaftswissenschaftler Heribert Meffert nannte Integrität, Interaktion und Integration als "Schlüsselbegriffe" für die Kirche. Zufriedene Katholiken gewinne die Kirche durch Rechtschaffenheit und nicht zuletzt dadurch, wie sie mit Fehlern umgehe.

Zudem müsse die Kirche ihre Kräfte bündeln und ihre Strukturen überdenken. Viele Bürger wüssten beispielsweise nicht, dass die Caritas ein Dienst der Kirche sei. Zugleich müssten Mitglieder in alle Entscheidungsprozesse einbezogen werden. Meffert hatte die Studie zusammen mit dem Münster Research Institut (MRI) durchgeführt und ist auch einer der Autoren des Buches.

(KNA)

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