Süßes Giveaway der kfd
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Frauenzukunftstag der kfd in Köln
Frauenzukunftstag der kfd in Köln

25.06.2016

Frauenzukunftstag Kfd für mehr Gerechtigkeit für Frauen

Am Frauenzukunftstag macht die kfd im Erzbistum Köln mit Musik, Aktionen und einer Bühne auf dem Bahnhofsvorplatz für die Frau mobil. Ihr Ziel: Mehr Gerechtigkeit für Frauen. Auch in der Kirche.

domradio.de: Der Zukunftstag ist für die kfd eine große Bühne - doppelt gesehen: Denn Sie bauen eine Bühne auf, um dort die kfd-Zukunftsshow zu zeigen. Was gibt es da zu sehen?

Ursula Sänger-Strüder (Geschäftsführerin kfd-Diözesanverband Köln): Wir werden einmal ein großes Musikprogramm haben mit den Churchrockern aus Köln-Rondorf haben und mit der Sängerin Bea Nyga, die vielen in der kfd gut bekannt ist. Sogar Ludwig Sebus hat sich angemeldet und wird uns musikalisch unterstützen. Außerdem gibt es ganz viele Aktionen: Wir haben Statements von Prominenten, die eingespielt werden, wir haben eine Rote-Schirme-Aktion, ein kfd-Foto-Shooting, das Kabarett "Eissplittertorte" und ganz viele interessante Interviewgäste.

domradio.de: "Ich will keine Schokolade": Das hat Trude Herr gesungen. Und wer das Lied ein bisschen kennt, der weiß, dass sie weitersing: "Ich will lieber einen Mann." Das wollen Sie vermutlich nicht?

Sänger-Strüder: Nein, das wollen wir nicht. Wir wollen Gerechtigkeit für Frauen; ob im Beruf, in der Altersversorgung oder in unserer Kirche.

domradio.de: Ihr Bühnenprogramm fängt an mit einem Kampagnenlied, das Sie extra in Auftrag gegeben haben. Darin heißt es: "Wir sind aufgewacht." Wozu sind Sie aufgewacht?

Sänger-Strüder: Wir sind aufgewacht, einfach unsere Interessen zu vertreten, uns zu positionieren, zu sagen, dass wir stark sind, dass wir eine starke Gemeinschaft in der Kirche. Wir sind auch ein Raum für Frauen, die auf der Suche sind.

domradio.de: "Frauen Macht Zukunft" – das ist die Überschrift Ihrer kfd-Werbekampagne: Warum soll eine Frau bei der kfd Mitglied werden?

Sänger-Strüder: Weil sie einmal dort eine Lobby hat, die ihre Interessen auch auf Bundesebene durchsetzt. Wir haben ja auch einen guten Draht nach Berlin. Man sollte Mitglied werden, auch um Teil einer großen Gemeinschaft von Frauen zu sein: Denn nur gemeinsam sind wir stark. Wir sind auch auf Ortsebene sehr vernetzt, und hier, gemeinsam im Kreis von Frauen, kann ich mein Frausein erleben.

domradio.de: Das Frausein vor allem auch in der katholischen Kirche und Gesellschaft. Aber wenn wir jetzt mal bei der Kirche bleiben – Frauenrechte, Frauenmacht: Wie sieht es da aus, was sind die großen Probleme?

Sänger-Strüder: Ich denke wir haben da viel erreicht, in den vielen Jahren, die wir für das Thema Frau in der Kirche stehen. Aber es ist sicherlich noch viel zu tun. Das, was wir können, was wir dürfen, das wird auch umgesetzt. Wir haben zum Beispiel in den letzten Jahren geistliche Begleiterinnen hier im Erzbistum Köln ausbilden dürfen. Wir haben drei Ausbildungsgänge Wortgottesdienstleiterin im letzten Jahr ausbilden können; die also Wortgottesfeiern vorstehen können. Ich denke, wir versuchen die Frauen fit zu machen, um in der Kirche auch ihre Position vertreten zu können.

domradio.de: Sie haben eben das Stichwort "Gerechtigkeit" benutzt. Und wenn wir von Gerechtigkeit in der katholischen Kirche sprechen: Geschlechtergerechtigkeit. Geht es dann nicht auch darum, dass Frauen nicht auch alle Ämter zugänglich gemacht werden. Also Streiten ums Frauenpriestertum – wie stehen Sie dazu?

Sänger-Strüder: Ich denke, dass das sicherlich ein Traum ist. Also wir stehen eigentlich auf dem Standpunkt: "in kleinen Schritten voran" und das tun, was möglich ist. Und das andere wird in irgendeiner Weise der Heilige Geist richten.

domradio.de: In der Zukunft – am Samstag ist der Frauenzukunftstag. Kommen wir doch mal kurz auf das Programm zurück, da treten nämlich auch die Churchrockern auf: Wer sind das, was machen die und was hat das mit der kfd zu tun?

Sänger-Strüder: Das ist eine Gruppe von Sängerinnen, Musikerinnen und Musikern aus Köln-Rondorf, die wir über eine ehemalige Mitarbeiterin vor einigen Jahren kennengelernt haben, die dort in der Kirchengemeinde Heilige Drei Könige Musik machen. Mittlerweile gehören sie zu so was wie der Stammbesatzung bei uns, haben viele unserer Großveranstaltungen in den letzten Jahren begleitet, wir sind aufeinander abgestimmt und wir freuen uns jedes Mal, wenn wir mit den Churchrockern aus Köln-Rondorf zusammenarbeiten dürfen.

Das Interview führte Hilde Regeniter.

(DR)

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