Unauflöslichkeit der Ehe wird nicht infrage gestellt
Unauflöslichkeit der Ehe wird nicht infrage gestellt
Bischof Franz-Josef Bode in einem Gespräch
Bischof Franz-Josef Bode in einem Gespräch

02.03.2017

Bischof Bode kontert Kritik an Bischofswort zu "Amoris laetitia" "Wir haben nichts aufgegeben"

Osnabrücks Bischof Franz-Josef Bode hat die Kritik zurückgewiesen, die deutschen Bischöfe hätten mit ihrem Wort zum Papstschreiben "Amoris laetitia" die Ehelehre der katholischen Kirche aufgegeben.

"Die Lehre wird nicht angetastet. Wir haben nichts aufgegeben", sagte der Vorsitzende der Pastoralkommission der Deutschen Bischofskonferenz im Interview den Zeitungen der Verlagsgruppe Bistumspresse in Osnabrück. Die Ehelehre werde lediglich so auf das Leben der Menschen angewendet, dass sie wirklich dem Heil der Menschen diene.

Unauflöslichkeit der Ehe nicht infrage gestellt

"Wir gehen einen Weg, der nicht die Unauflöslichkeit der Ehe infrage stellt, sondern die Lebensgeschichten der Menschen ernst nimmt, die positiven Seiten ihres Zusammenlebens sieht", so der Osnabrücker Bischof. Damit stehe nicht mehr alles, was in einer zweiten Beziehung geschieht, unter dem Urteil einer dauernden schweren Sünde.

In ihrer Auslegung des Papstschreibens hatten die deutschen Bischöfe Anfang Februar in Sachen Kommunionempfang für wiederverheiratete Geschiedene sich für eine größere Öffnung in begründeten Einzelfällen ausgesprochen. "Eine Entscheidung für den Sakramentenempfang gilt es zu respektieren", heißt es in dem Bischofswort. Allerdings müssen der Gewissensentscheidung eine ernsthafte Prüfung und ein von einem Seelsorger begleiteter geistlicher Prozess vorausgehen. An dessen Ende stehe "nicht in jedem Fall der Empfang der Sakramente von Buße und Eucharistie".

Sache der Bistümer

Es sei jetzt die Sache der Bistümer, die Kriterien einzusetzen, nach denen die Gespräche geführt und die entsprechenden Begleiter eingesetzt würden, sagte Bode. Den Weg zum Kommunionempfang gingen Priester und Paare gemeinsam. Am Ende stehe eine vom Seelsorger vorbereitete Gewissensentscheidung der Eheleute. "Es ist nicht einfach eine Zulassung durch die Kirche, sondern eine Entscheidung, die aus diesem Gespräch erwächst", verdeutlichte der Bischof.

Seit der Veröffentlichung von "Amoris laetitia" im April 2016 gibt es heftige Debatten über den Kommunionempfang für wiederverheiratete Geschiedene. Konservative Katholiken meinen, Papst Franziskus setze mit einer Öffnung nicht nur die Unauflöslichkeit der Ehe aufs Spiel, sondern letztlich die gesamte Lehre und Einheit der Kirche.

(KNA)

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