Friedenstaube
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01.02.2017

Pax Christi will dauerhaft gefördert werden Finanzierung von Friedensbewegung

Die katholische Friedensbewegung Pax Christi fordert eine dauerhafte finanzielle Förderung durch die Bischofskonferenz.

Sie appellierte am Mittwoch in Berlin an die Bischöfe, die angekündigten Sparmaßnahmen auszusetzen. "Es ist enttäuschend, dass die katholischen Bischöfe weiterhin an ihrem Sparkurs festhalten wollen", sagte die Bundesvorsitzende Wiltrud Rösch-Metzler.

Der Ständige Rat der Bischofskonferenz hatte sich zu Wochenbeginn mit den geplanten Sparmaßnahmen für bundesweite Aufgaben der katholischen Kirche befasst. Finanziert werden sie aus dem Haushalt des Verbands der Diözesen Deutschlands (VDD).

"Nicht mehr förderungswürdig"

Die Beratungen hätten ergeben, dass Pax Christi in den Augen der Bischofskonferenz nicht mehr förderungswürdig sei, sagte die Bundesvorsitzende. Eine Erklärung stehe aber aus. Die Friedensarbeit von Pax Christi sei gefährdet, wenn der VDD-Zuschuss in Zukunft eingestellt werde.

Der Pax-Christi-Bundesvorsitzende Norbert Richter sagte: "Wir hoffen, dass die Bischöfe die fatale Symbolkraft einer Streichung der Pax-Christi-Bewegung durch den VDD verstanden haben." Die finanzielle Unterstützung durch die Kirche sei für das friedensethische Engagement der Bewegung existenziell, um die katholische Stimme für gewaltfreie Konfliktbearbeitung weiter in die aktuellen friedenspolitische Debatten einbringen zu können.

(KNA)