12.03.2014

Die Wahl von Kardinal Marx wird in Kirche und Politik positiv aufgenommen Reaktionen und Gratulationen

Die katholischen Bischöfe hatten Marx am Mittwochvormittag in Münster zum Nachfolger des Freiburger Erzbischofs Robert Zollitsch gewählt. Ein Überblick der ersten Reaktionen und Glückwünsche u.a. von Bundespräsident Gauck.

Bundespräsident Joachim Gauck hat dem neu gewählten Vorsitzenden der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, für seine neue Aufgabe "Weitsicht, Erfolg und Gottes Segen" gewünscht. "Mit Ihrer Wahl in diese verantwortungsvolle Position nehmen Sie neben anderen bedeutenden Ämtern auf europäischer und weltkirchlicher Ebene nun auch eine zentrale Aufgabe an der Spitze der katholischen Kirche in Deutschland wahr", heißt es in einem am Mittwoch verschickten Gratulationsschreiben des Bundespräsidenten an Marx.

Im neuen Amt sei der Kardinal ein "ein wichtiger Brückenbauer zwischen Kirche, Staat und Gesellschaft", heißt es darin weiter. Der Münchner Kardinal Reinhard Marx wurde am Mittwoch auf der Frühjahrsvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz in Münster zum neuen Vorsitzenden gewählt. Er ist damit künftig oberster Repräsentant der katholischen Kirche in Deutschland.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wünschte Marx eine glückliche Hand und Gottes Segen für die verantwortungsvolle Aufgabe.

Der SPD-Vorsitzende und Vizekanzler, Sigmar Gabriel, hat Erzbischof Reinhard Marx zur dessen Wahl zum neuen Vorsitzenden der katholischen Deutschen Bischofskonferenz gratuliert. Der Münchner Kardinal übernehme dieses Amt in bewegten Zeiten, sagte Gabriel am Mittwoch in Berlin. Die globalisierte Wirtschaft und tiefgreifende gesellschaftliche Veränderungen verlangten immer deutlicher nach tragfähigen ethischen Maßstäben für einen sozialen Ausgleich.

Viele Menschen suchten nach überzeugenden Antworten auf drängende Fragen ihres Lebens, sagte Gabriel. Auch innerhalb der Kirche seien Herausforderungen zu meistern. Dabei habe nicht nur für Katholiken das Wort des Bischofskonferenz-Vorsitzenden großes Gewicht. Für die SPD seien die christlichen Kirchen unverzichtbare Partner im Eintreten für eine gerechtere Gesellschaft, versicherte der Parteivorsitzende. Er freue sich auf einen vertrauensvollen Dialog der SPD mit der Bischofskonferenz.

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) wünscht dem neuen Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, "Kraft und Ausdauer, aber auch Freude an der neuen Aufgabe und Gottes Segen". Sie freue sich auf ein "freundschaftliches Miteinander" mit dem Erzbischof von München und Freising, heißt es in einem am Mittwoch in Düsseldorf veröffentlichten Brief an Marx. Die gemeinsame Heimat Nordrhein-Westfalen sei eine gute Basis dafür, so Kraft.

"Ich freue mich, dass Sie diese verantwortungsvolle Aufgabe innerhalb der katholischen Kirche übernehmen, um künftige Entwicklungen und Herausforderungen zu begleiten und mitzugestalten", schreibt sie weiter. In vielen Bereichen und Themen gebe es Berührungspunkte zwischen kirchlichem und staatlichem Handeln, so die SPD-Politikerin.

Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) hat den Münchner Kardinal Reinhard Marx nach dessen Wahl an die Spitze der Deutschen Bischofskonferenz als herausragende Persönlichkeit gewürdigt. Marx sei von großer intellektueller Schärfe und Durchsetzungskraft geprägt, sagte er in München. "Die Stimme des Erzbischofs von München und Freising hat Gewicht, schon bisher in Bayern und in Rom und nun auch verstärkt in der Deutschen Bischofskonferenz."

Unions-Fraktionschef Volker Kauder (CDU) erhofft sich vom neuen Vorsitzenden der katholischen Bischofskonferenz, Reinhard Marx, neue Impulse nicht nur für die Gläubigen. Mit Marx trete der richtige Mann zur richtigen Zeit an die Spitze, sagte Kauder am Mittwoch. Marx habe schon bisher in religiösen und gesellschaftspolitischen Fragen wichtige Akzente gesetzt. Ihn zeichne darüber hinaus die Fähigkeit aus, seine Gedanken den Menschen nahe bringen zu können.

Der religionspolitische Sprecher der Grünen-Fraktion, Volker Beck, sagte: "Ich hoffe, dass es ihm gelingt, die Kirche im Geist von Menschenrechten und Freiheit für Respekt und Akzeptanz für verschiedene gesellschaftliche Lebensrealitäten zu öffnen."

"Ich bin froh und dankbar, dass Kardinal Marx künftig die Deutsche Bischofskonferenz leiten wird und gratuliere ihm sehr herzlich", sagte Berlins Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki. Kardinal Marx sei sowohl auf der Ebene der Weltkirche als auch in der Europäischen Bischofskonferenz sehr gut vernetzt. Sein Wort habe Gewicht, in der Verkündigung genauso wie in Fragen der Neuevangelisierung, des Lebensschutzes oder der Sozialpolitik. Die Deutsche Bischofskonferenz habe einen wortgewaltigen Sprecher und umsichtigen Moderator gefunden, so Woelki.

Der Hildesheimer Bischof Norbert Trelle hat den neuen Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, als "hervorragende Wahl" bezeichnet. "Ich freue mich von Herzen, dass mit Kardinal Marx ein überaus geschätzter Mitbruder und profilierter Kirchenvertreter zum neuen Vorsitzenden gewählt worden ist", sagte er kurz nach der Wahl durch die Vollversammlung der Bischöfe am Mittwoch in Münster.

Der Münchner Erzbischof werde die Konferenz mit Weitblick und Klarheit leiten, sagte Trelle, der stellvertretender Vorsitzender des Gremiums ist. Marx stehe zudem für Kontinuität auf dem von seinen Vorgängern Erzbischof Robert Zollitsch und Kardinal Karl Lehmann eingeschlagenen Weg. Er sei ein Fachmann in sozialethischen Fragen und werde der katholischen Kirche eine profilierte Stimme im gesellschaftlichen Diskurs geben. Daneben habe er sich auch auf internationalem Parkett bewährt, so etwa durch seine Tätigkeit im engsten Beratergremium von Papst Franziskus. Marx sei daher der richtige Mann, um den Reformkurs von Papst Franziskus in Deutschland zu gestalten und darüber hinaus eigene Akzente zu setzen.

Trelle erwartet nach eigenen Worten, dass die Bischofskonferenz sich weiter intensiv "für die seelsorglichen Belange der Gläubigen einsetzt und ihre Positionen in noch ungelösten Fragen wie Ehe und Familie heute in der Weltkirche einbringt". Der neue Vorsitzende werde auch neue Signale zum Wandel in der Kirche geben.

Der Paderborner Erzbischof Hans-Josef Becker hat sich erfreut über die Wahl von Kardinal Reinhard Marx zum Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz gezeigt. "Ich bin dankbar, dass der aus dem Erzbistum Paderborn stammende Erzbischof von München und Freising das Votum der versammelten Bischöfe angenommen hat", sagte er am Mittwoch in Münster.

In einer Zeit, in der die Kirche vor großen Herausforderungen stehe, sei der Vorsitz der Bischofskonferenz eine verantwortungsvolle Aufgabe. "Ich bin gewiss, dass der neue Vorsitzende viel Erfahrung und eine gute Qualifikation für die Bewältigung der zahlreichen und manchmal auch komplizierten Aufgaben des Vorsitzenden mit sich bringt", so Becker. "Dem ehemaligen Paderborner Weihbischof wünsche ich von Herzen Gottes reichen Segen für sein neues Amt."

Osnabrücks Bischof Franz-Josef Bode hat die Wahl begrüßt. "Ich denke, dass Reinhard Marx das gut kann", sagte er am Mittwoch in Münster der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Der Münchner Kardinal habe gute Verbindungen nach Rom und daneben die Fähigkeit, mit vielen gesellschaftlichen Gruppen ins Gespräch zu kommen.

 

Wichtig sei jetzt, dass die katholische Kirche Vertrauen zurückgewinne, so der Osnabrücker Bischof. Gleichzeitig müssten Institutionen gestärkt werden, denen die Menschen noch starkes Vertrauen entgegenbrächten, wie etwa kirchliche Schulen und karitative Einrichtungen. Vor allen Dingen aber brauche es eine Auseinandersetzung um den Glauben selbst. Dafür sei Marx der geeignete Mann.

 

Bischof Gebhard Fürst hat sich sehr zufrieden gezeigt mit der Wahl des Münchner Erzbischofs, Kardinal Reinhard Marx, zum neuen Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz (DBK). Marx könne die katholische Kirche in Deutschland kompetent nach außen repräsentieren, sagte Bischof Fürst am Mittwoch in Münster in einer ersten Stellungnahme.

Er hoffe, sagte der Rottenburger Bischof, dass es dem Kardinal gelingen werde, unterschiedliche Positionen der Bischöfe in schwierigen Fragen im Sinne von Transparenz und Glaubwürdigkeit zu überbrücken und zusammenzuführen. Bei der Repräsentation der katholischen Kirche in Deutschland werde dem neuen Vorsitzenden dessen Kompetenz und Erfahrung im Umgang mit Medien nützen, sagte Bischof Fürst, der als "Medienbischof" der Publizistischen Kommission der DBK vorsteht.

Der Regensburger Bischof Dr. Rudolf Voderholzer schreibt: "Diese Wahl ist für mich ein Grund zu großer Freude. Ich kenne Reinhard Kardinal Marx schon seit etlichen Jahren. Als Bischof von Trier hat er mich vor zehn Jahren als Professor an die Theologische Fakultät Trier gerufen. Seine Stärken sind eine große Medienkompetenz und Durchsetzungsfähigkeit. Er ist tief verwurzelt in der Frömmigkeit seiner ostwestfälischen Heimat Geseke. Von seiner theologischen Spezialausbildung her ist er Fachmann für Sozialethik. Seine Aufgabe wird es sein, für die katholische Kirche in Deutschland mit einer Stimme zu sprechen, ihr Gehör zu verschaffen und ihr in einer stark personalisiert denkenden Medienwelt ein Gesicht zu geben. Der Vorsitzende der Bischofskonferenz ist eine Art Moderator, der die Eigenständigkeit und Selbstverantwortlichkeit der Ortsbischöfe nicht einschränkt, sondern stärkt. Es wir besonders darauf ankommen, dass auch in seiner Amtsführung deutlich wird: die katholische Kirche überall auf der ganzen Welt und gerade auch in Deutschland kann katholische Kirche nur sein in der Einheit mit Rom.

Auf den neuen Vorsitzenden kommen einige besondere Herausforderungen zu. Es gibt ernsthafte Überlegungen und gute Gründe, den Sitz des Sekretariates der Deutschen Bischofskonferenz in die Bundeshauptstadt Berlin zu verlegen. Die katholische Kirche muss sich auch und gerade in der Hochschullandschaft Berlins positionieren. In der Ökumene gilt es, nicht hinter Erreichtes zurückzufallen. Dem Sozialethiker darf zugetraut werden, dass es ihm gelingt, in Fragen der Bioethik, aber auch in Fragen der Asylpolitik und des Lebensschutzes die Gemeinsamkeiten aller Christen klarer herauszustellen. Seine Aufgabe ist es, gemeinsam und einmütig die Lehre der Kirche in Deutschland zu vertreten. Ich erwarte mir von ihm, dass er den Impuls von Papst Franziskus für eine arme und schlanke Kirche aufgreift, die nicht um sich selber kreist, sondern froh vor der Welt Zeugnis für das Evangelium gibt. Ich wünsche Kardinal Marx für sein neues Amt Gottes Segen.

Auch der Zentralrat der Juden in Deutschland äußerte seine Hoffnung auf eine gute Zusammenarbeit mit Marx. Präsident Dieter Graumann erklärte, er sei davon überzeugt, dass die jüdische Gemeinschaft in Deutschland auch weiterhin in der Bischofskonferenz unter Marx Leitung einen verlässlichen Partner haben werde. Die neue Verbundenheit zwischen Juden und Christen müsse weiter vertieft werden. Auch Graumann würdigte Marx Amtsvorgänger Zollitsch, der sich "gerade in der unsäglichen Beschneidungsdebatte 2012 fest und entschlossen an unsere Seite gestellt" habe.

Der Präsident des Deutschen Caritasverbandes, Peter Neher, verwies auf die große Bereitschaft von Marx zum Dialog. "Die Antworten auf den Fragenkatalog von Papst Franziskus zum Thema Familie haben gezeigt, dass die Kirche vor der Herausforderung steht, zwischen der gelebten Realität der Gläubigen und der Lehre der Kirche zu vermitteln", so Neher. "Das Ziel muss es sein, wieder deutlich zu machen, dass die katholische Kirche eine Kirche der Liebe und Zuwendung zu den Menschen ist, auch und gerade dann, wenn Lebensverläufe scheitern."

Der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Alois Glück, hat die Wahl von Kardinal Reinhard Marx zum neuen Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz begrüßt. "Ich bin sicher, dass Sie die großen Herausforderungen, die auf die Kirche in unserem Land zukommen und die ein aktives Gestalten statt eines passiven Abwartens von uns verlangen, mit Zuversicht und Tatkraft angehen werden", schrieb Glück in einem am Mittwoch in Bonn veröffentlichten Glückwunsch. Die Kirche müsse das in den letzten Jahren verlorene Vertrauen und die Glaubwürdigkeit zurückgewinnen, "nicht zuletzt durch eine offene und angstfreie Gesprächskultur".

Marx habe schon bisher als Mitglied der Kardinalskommission im Vatikan und als Präsident der katholischen EU-Bischofskonferenz für die Kirche in Europa herausragende Aufgaben in der Weltkirche übernommen, fügte Glück hinzu: "Mit dem Vorsitz der Deutschen Bischofskonferenz ist Ihnen zusätzlich große Verantwortung gegeben." Der ZdK-Präsident äußerte seine Erwartung, dass jetzt wichtige Klärungen im Verhältnis zwischen Staat und Kirche offensiv angegangen werden.

Auch die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) hat dem neuen Vorsitzenden der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Reinhard Marx, zu dessen Wahl gratuliert. Er hoffe auf ein gutes und vertrauensvolles Zusammenwirken mit dem Münchner Kardinal, sagte der EKD-Ratsvorsitzende Nikolaus Schneider am Mittwoch in Hannover. Mehr denn je sei heute das gemeinsame Zeugnis der Kirchen gefragt, damit es deutlicher in der Gesellschaft wahrgenommen werde.

"Unsere Kirchen in ihrer Verschiedenheit sind gleichsam eine 'Ergänzungsgemeinschaft'", fügte der Spitzenrepräsentant der evangelische Kirche hinzu. Ausdrücklich dankte Schneider dem bisherigen Vorsitzenden, Erzbischof Robert Zollitsch, für dessen "brüderliche Zugewandtheit". Zollitsch habe sich unerschütterlich dafür stark gemacht, das Gemeinsame der beiden Kirchen zu suchen.

"Gemeinsam konnten wir Manches bewegen, wie zuletzt die 'Ökumenische Sozialinitiative'", sagte der EKD-Ratsvorsitzende. Mit Hinweis auf das 500. Reformationsjubiläum 2017 äußerte Schneider die Hoffnung auf einen starken ökumenischen Akzent. Zugleich versicherte er, dass die evangelische Kirche viele Anstöße von Papst Franziskus gerne aufnehme. Dessen Einsatz für Flüchtlinge, Arme und eine "menschendienliche Wirtschaft" werde von der evangelischen Kirche geteilt.

Auch der Katholische Deutsche Frauenbund e.V. (KDFB) gratuliert Kardinal Marx zur Wahl. "Der Frauenbund wünscht Kardinal Marx für seine Amtsführung alles Gute und Gottes Segen sowie Offenheit, Mut und die Bereitschaft, sich aktuellen Herausforderungen, z.B. Fragen zur Rolle und Aufgaben von Frauen in der Kirche, zur Sexualmoral und zum Umgang mit Wiederverheirateten und Geschiedenen unvoreingenommen zu stellen und eine thematisch breite Auseinandersetzung in der katholischen Kirche anzuregen" so KDFB-Präsidentin Dr. Maria Flachsbarth.

Mit Blick auf die letztjährige Frühjahrsvollversammlung der Bischöfe erwartet der Frauenbund von dem neuen DBK-Vorsitzenden, dass er sich konsequent für die Umsetzung der dort beschlossenen Erklärung "Das Zusammenwirken von Frauen und Männern im Dienst und Leben der Kirche" einsetzt. "Viele Frauen bewerten dieses Vorhaben weiterhin als Versprechen für positive Veränderungen auf dem Weg zu einer partnerschaftlichen Kirche", stellt Maria Flachsbarth fest. Konkret hofft der KDFB, dass sich möglichst bald der Frauenanteil in kirchlichen Leitungspositionen deutlich erhöht.

Der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) gratuliert Reinhard Kardinal Marx herzlich zur Wahl zum Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz. "Wir kennen Kardinal Marx als tatkräftigen und politischen Bischof. In einer Zeit des notwendigen Umbruchs freuen wir uns, dass die deutschen Bischöfe in ihm jemanden gefunden haben, dem zuzutrauen ist, die Kirche in Deutschland in dieser Zeit klug zu begleiten", so Dirk Tänzler, Bundesvorsitzender des BDKJ. "Wir wünschen uns, dass Kardinal Marx dabei die Anliegen und die Ideen junger Menschen besonders im Blick hat, sie brauchen eine glaubwürdige Kirche, die den Menschen zuhört, mit ihnen ins Gespräch kommt und ihnen in den Höhen und Tiefen des Lebens zur Seite steht." Mit Marx habe die Kirche in Deutschland einen Bischof als Sprachrohr, der dafür stehe.

Auch das Bonifatiuswerk begrüßt die Entscheidung der Deutschen Bischofskonferenz sehr und beglückwünscht Erzbischof Reinhard Kardinal Marx zum neuen Vorsitz. "Aus dem Bonifatiushaus in Paderborn wünschen wir Kardinal Marx alles Gute und Gottes Segen für die neue Aufgabe und freuen uns auf eine fruchtbare Zusammenarbeit und einen offenen und guten Dialog. Nur gemeinsam können wir als katholische Kirche die Menschen in ihrem Glauben stärken, ihnen eine geistliche Heimat geben und drohende Entfremdungen abbauen. Gemeinsam können wir dazu beitragen, dass das  Evangelium wieder stärker in den Mittelpunkt rückt, so dass unsere Kirche wieder eine stärkere Stimme bekommt", sagte der Präsident des Bonifatiuswerkes, Heinz Paus.

"Wir wünschen Kardinal Marx alles Gute für seine neue Aufgabe und freuen uns über diese Entscheidung. Mit seinem weltkirchlichen Blick und seinem ehrlichen kommunikativen Umgang mit den Mitmenschen ist Kardinal Marx sicherlich die richtige Person, um der katholischen Kirche in Deutschland in einer schwierigen Situation wieder mehr Vertrauen und Glaubwürdigkeit zu geben. Wir wünschen Kardinal Marx, dass er der Einheit in der Vielfalt unserer Kirche dient und auch die notwendige Unterstützung der Diaspora im Blick behält", sagte der Generalsekretär des Bonifatiuswerkes, Monignore Georg Austen.

 "Wir gratulieren Kardinal Reinhard Marx und freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit mit ihm als dem neuen Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz. Er hat in seiner Predigt heute Morgen deutlich gemacht, wie sehr ihm das Thema Evangelisierung am Herzen liegt. Genau das ist ja auch unser Anliegen: Mit den Impulsen unserer Partnerkirchen in Afrika, Asien und Ozeanien wollen wir das Glaubensleben in Deutschland bereichern. Wir freuen uns auf einen neuen Schwung." So kommentierte Prälat Klaus Krämer, Präsident des Internationalen Katholischen Missionswerkes missio und des Kindermissionswerkes "Die Sternsinger" in Aachen, die Wahl von Kardinal Marx zum neuen Vorsitzenden der Bischofskonferenz.

"Mit Kardinal Marx wird die Arbeit der Bischofskonferenz deutlicher als bisher einen weltkirchlichen Akzent bekommen. Als Mitglied des Kardinalsrates steht er in engem Kontakt zu Papst Franziskus", sagte Prälat Krämer. "Der neue Vorsitzende der Bischofskonferenz wird damit nicht zuletzt etwas von der Glaubensfreude, die Papst Franziskus ausstrahlt, in die deutsche Kirche hineintragen", so der Präsident von missio Aachen und des Kindermissionswerkes "Die Sternsinger" weiter. "Kardinal Marx hat in seinem ersten Statement nach der Wahl die Bedeutung der weltkirchlichen Arbeit in Deutschland ja schon hervorgehoben. missio Aachen und das Kindermissionswerk ,Die Sternsinger‘ freuen sich auf die Zusammenarbeit und unterstützen den neuen Vorsitzenden der Bischofskonferenz bei der Wahrnehmung seiner Aufgaben gerne", so Prälat Krämer.

"Ich glaube auch, dass Kardinal Marx dem Einsatz für eine gerechte Weltwirtschaftsordnung in der Bischofskonferenz ein großes Gewicht beimessen wird",  erklärte Prälat Krämer weiter. Als langjähriger Vorsitzender der Deutschen Kommission Justitia et Pax "besitzt Kardinal Marx einen Blick dafür, wie sehr Fragen der globalen Gerechtigkeit Zukunftsfragen für das Leben jedes einzelnen Menschen sind", so Prälat Krämer.

Dem scheidenden Vorsitzenden der Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, dankte Prälat Krämer für seinen Einsatz für die Weltkirche. "Er hat in der Kirche in Deutschland dem Thema Mission hohe Bedeutung zugemessen und dies auch in die Beratungen der Bischofssynode für die Neuevangelisierung 2012 eingebracht", sagte Prälat Krämer.

"Ich erinnere mich auch gut an unsere gemeinsame Reise 2009 nach Nigeria, wo wir eindrucksvoll den interreligiösen Dialog und seine friedensstiftende Wirkung zwischen Christen und Muslimen erlebt haben. Für Erzbischof Zollitsch war der Einsatz für Religionsfreiheit ein Herzensanliegen, das habe ich damals deutlich gespürt", so Prälat Krämer.

 

(DR, KNA, epd, dpa)

Wort des Bischofs

Der geistliche Impuls von Kardinal Woelki. Jeden Sonntag neu.

Komplet – Das Nachtgebet mit Weihbischof Ansgar

Empfangsanleitung zum Ausdrucken