25.10.2007

SPD-Kirchenbeauftragte Kerstin Griese betont die religiösen Wurzeln der Sozialdemokratie SPD bekennt sich im neuen Grundsatzprogramm zur Kirche

In dem neuen Programm bekenne sich die SPD zu "einem Teil ihrer Wurzeln, die im christlich-jüdischen liegen", sagte SPD-Kirchenbeauftragte Kerstin Griese im domradio-Interview. Das Programm sei auf eine "moderne Demokratie des 21. Jahrhunderts" gemünzt.

"Es ist sicherlich nicht so, dass wir das Christentum wie eine Monstranz vor uns her tragen", so Griese. Die SPD sei jedoch bewusst tolerant und vielfältig. „Die Kirchen sind für uns in jedem Fall ein wichtiger Ansprechpartner."Insgesamt sei im Grundsatzprogramm der SPD ein "gelasseneres Verhältnis" zu den Kirchen erkennbar, sagte Griese. "Wir sagen deutlich, wie wichtig uns das Gespräch mit den Kirchen ist, dass wir gemeinsame Aufgaben sehen und das Recht der Kirchen achten." Deutlich werde im neuen Programm allerdings auch, dass es eine kritische Auseinandersetzung geben müsse. Letztlich gehe es um das Miteinander in der demokratischen Gesellschaft. Auf dem morgen beginnenden SPD-Parteitag in Hamburg soll das neue Grundsatzprogramm verabschiedet werden.