14.06.2003

Nachrichtenarchiv 14.06.2003 14:37 Jüsten: Enttäuscht über Präambel

Köln (DT/KNA) Der neue Entwurf für eine Präambel zur europäischen Verfassung ist nach Einschätzung der katholischen Kirche enttäuschend. Der nun vorgelegte Entwurf sei zwar besser als der vorhergehende, jedoch fehle ein Gottesbezug oder eine Erwähnung des christlichen Erbes, kritisierte der Leiter des Katholischen Büros in Berlin, Prälat Karl Jüsten, am Mittwoch im Kölner domradio. Das Christentum sei prägend für die Europäische Union, und diese Wurzeln sollten auch genannt werden. Jüsten fügte aber hinzu, auch wenn die Präambel ohne Gottesbezug am 20. Juni beim Gipfeltreffen der Europäischen Union verabschiedet werden sollte, sei es dennoch keine Niederlage für das Christentum in Europa. Schließlich seien christliche Grundlagen in der Präambel indirekt enthalten, auch wenn sie keine ausdrückliche Erwähnung fänden.