24.05.2011

Paulinus 20.06.2010 Die katholische Welle

Die katholische Welle
Das Kölner "domradio" ist seit zehn Jahren auf Sendung, Es arbeitet mit dem
Bistum Trier und dem Lokalradio der Pfarrei Maria Geburt in Bretzenheim an
der Nahe zusammen.

Von Andreas Otto und Stefan Weinert

Ein Anfang mit Alarm: Als Kardinal Joachim Meisner das Kölner "domradio" an Pfingsten 2000 ein· weiht, sorgt er erst einmal für großes Erschrecken. Wegen der sensiblen Technik verzichtet der Erzbischof auf Weihwasser, spart dafür aber nicht mit Weihrauch. Niemand denkt an die Rauchmelder, die plötzlich losschrillen. Der erste Bistumssender geht trotz des
ungewollten Tamtams auf Sendung. Am 1 I. Juni ist das Kirchenradio zehn Jahre alt geworden. Seit einigen Jahren besteht eine enge Zusammenarbeit zwischen dem "domradio" und dem Bistum Trier. Die Trierer Rundfunkarbeit liefert dem "domradio" regelmäßig sendefertige Beiträge und Statements über Themen aus dem Bistum. Viermal im Jahr überträgt der Kölner Sender ein Hochamt aus dem Trierer Dom. Ein besonderes Kooperationsprojekt ist "domradio Studio Nahe", das Lokalradio der Pfarrei Maria Geburt in Bretzenheim an der Nahe. Die ehren· amtliche Redaktion produziert samstags eine Lokalsendung und überträgt den Sonntagsgottesdienst aus der Pfarrkirche; in der übrigen Zeit übernimmt der eigen· ständige Sender das Programm des "domradio". Unterstützt wird diese Kooperation von der Rundfunkarbeit des Bistums Trier. Inzwischen sei es gelungen, die Marke .domradio" zu etablieren, sagt Chefredakteur Ingo Brüggenjürgen. Neben journalistischen Beiträgen zu Themen aus Kirche und Gesellschaft bietet die rund
um die Uhr sendende katholische Welle liturgische Angebote: zu je· der vollen Stunde ein biblisches oder literarisches Wort, Laudes und Komplet an jedem Morgen und Abend oder Live-Gottesdienste aus dem Erzbistum.

Rundfunk und Internet wachsen zusammen

Dabei täuscht der Name "domradio". Denn neben dem klassischen Radio-Programm mit Interviews und Musik sucht sich der Sender über einen breit ausgebauten Internet-Auftritt sein Publikum - und das nicht nur mit Hörfunkstücken, sondern auch mit anderen medialen Formen wie nachlesbaren Nachrichten und Berichten, und Videos zu aktuellen Ereignissen oder Predigt- Mitschnitten. Insgesamt registriert Brüggenjürgen monatlich rund 140000 Besucher auf der Homepage. Dabei kommt ihm und seiner Redaktion mit sieben Redakteuren und rund 25 freien Mitarbeitern zugute, dass die Internet-Verbreitung an keine Grenzen gebunden und weltweit verfügbar ist Dagegen hat es das klassische Hörfunk·
Geschäft des Senders viel schwerer. Nur in Köln, im benachbarten Kreis Pulheim sowie in Fulda und in Bretzenheim an der Nahe gibt es die begehrte und allgemein akzeptierte UKW-Frequenz. Nicht nur mit Blick auf die große Empfangsweite, sondern auch angesichts der wachsenden Bedeutung des Online· Konsums gerade der jungen Generation setzt Brüggenjürgen besonders auf das Internet und die damit verbundenen Auswahlmöglichkeiten. Das Angebot ist dem Erzbistum Köln einiges wert: Rund zwei Millionen Euro investiert es jährlich in das "domradio".

Info
Das "domradio" ist im Bistum Trier zu empfangen als digitales Satellitenradio über den Astra-Satelliten sowie im Internet unter www.domradio.de. Zu hören ist "domradio Studio Nahe" vor Ort über UKW 87,9 und im Internet unter www.studio-nahe.de.