12.08.2005

Nachrichtenarchiv 12.08.2005 07:57 Der Papst aus 100000 Fotos

Papst Johannes Paul II. war der "Erfinder" des Weltjugendtags. Die Pilger danken ihm dafür: Ein Riesenmosaik, das sich aus den Fotos junger Christen zusammensetzt, erinnert jetzt in Köln an den verstorbenen Pontifex.VON GERHARD VOOGTKÖLN Gestern Mittag auf der Kölner Domplatte. Nadine Henke (18) und ihre Freundin aus Köln-Nippes stehen vor dem Dom-Forum und betrachten das riesige Portät, das an der Fassade hängt. Es zeigt den verstorbenen Papst Johannes Paul IL "Ich bin ein Teil seiner rechten Hand", sagt Nadine und lächelt. "Wenn du's nicht glaubst, kannst du im Internet nachgucken."Tatsächlich - wer genau hinsieht, stellt fest, dass das Bild des Papstes aus viele winzigen Einzelporträts zusammen gesetzt ist. Das Mosaik besteht aus mehr als 100000 Bildern. Junge Gläubige aus aller Welt haben sie über das Internet eingesendet. "Als Zeichen, dass wir Johannes Paul II. nicht vergessen", sagt Generalvikar Dominik Schwa-derlapp. "Er und die frohe Botschaft, die er sein ganzes Leben lang verkündet hat, leben im Herzen der Menschen weiter:"Mosaik soll noch größer werdenDas Bild des verstorbenen Pontifex ist zehn mal zwölf Meter groß. Viele Pilger versammelten sich gestern vor dem Mosaik, um zu Beten. Nächste Woche, wenn Papst Benedikt XVI. nach Köln kommt, werden mehr als 800000 Menschen in der Domstadt erwartet. Auch die Prominenz kommt an den Rhein. Bundespräsident Horst Köhler wird für die Dauer des Weltjugendtags in seinem Bonner Amtssitz, der Villa Hammerschmidt wohnen.Nach Berichten über die restriktive Visa-Vergabe der Deutschen Botschaften zeichnete sich gestern ein Teilerfolg für die Kritiker ab. Auf den Phillippinen erteilten die Konsulate 40 weiteren Jugendlichen die Einreiseerlaubnis zum Weltjugendtag in Köln.Zum Abschluss des Seligsprechungsprozesses von Johannes Paul II. soll in Rom übrigens ein noch größeres Papstmosaik gezeigt werden. Fotos können an www.thank-you-jp2.net geschickt werden.