30.11.2005

Nachrichtenarchiv 30.11.2005 15:27 Bundesregierung verfolgt im Irak „grundfalsche Politik“

Im Zusammenhang mit der Entführung der deutschen Archäologin Susanne Osthoff übt Thomas von der Osten-Sacken vom Verband für Krisenhilfe und solidarische Entwicklungszusammenarbeit (Wadi e.V.) im domradio-Interview heftige Kritik an der Haltung der Berliner Regierung und der bundesdeutschen Öffentlichkeit.Die Regierung habe „in den letzten Jahren wenig getan, um positiv den Demokratisierungs- und Transformationsprozess im Irak zu unterstützen“. In der Bevölkerung wiederum habe man sich auf den Standpunkt gestellt, da man hierzulande gegen den Krieg gewesen sei, laufe man auch keine Gefahr, Opfer von Gewalttaten zu werden. Aktive Förderung der Demokratie statt passivem AusharrenFür die weitere Entwicklung im Nahen Osten und damit auch in Osteuropa sei es elementar wichtig, „das Anliegen im Irak, aus einer totalitären faschistischen Diktatur eine Demokratie zu machen“ aktiv zu unterstützen. Eindringlich fordert von der Osten-Sacken dazu auf, eine Alternative für die Menschen zu schaffen: „In freien demokratischen Gesellschaften zu leben, verändert auch die Haltung der radikal-islamistischen Organisationen gegenüber dem Westen und den Ideen, die er repräsentiert.“