05.02.2017 - 08:00

Wort des Bischofs Hoffnungsträger

Martin Schulz wird als SPD-Vorsitzender und Kanzlerkandidat zum Hoffnungsträger nicht nur für seine Partei. Hoffnungsträger gibt es so einige, Kardinal Woelki meint dagegen: "Mein Hoffnungsträger heißt Jesus Christus."

Donnerwetter, was für eine Karriere: Gerade noch EU-Parlamentspräsident, dann Vorsitzender der SPD und deren Kanzlerkandidat. Das Nachrichtenmagazin Spiegel bezeichnete Martin Schulz sogar schon als "Sankt Martin"! Dabei sind ja eigentlich wir von der Katholischen Kirche für Heiligsprechungen zuständig. Aber vielleicht weiß der Spiegel schon mehr? Der Neue sei der große Hoffnungsträger – so hört man Land auf Land ab. Hoffnungsträger werden immer dann gebraucht, wenn die Lage ernst und hoffnungslos erscheint. Ganz egal, ob der Fußballverein einen neuen Spieler als Torschützen einkauft, ein neuer Vorstand Volkswagen aus der Krise steuern soll oder ein Kandidat Partei und Land retten soll. Ich lebe und arbeite für das Unternehmen Hoffnung schlechthin: die Katholische Kirche. Mein Hoffnungsträger heißt Jesus Christus. Er meint es gut mit mir und hat mich in meinen 60 Jahren noch nie im Stich gelassen. Klar, es gab auch in meinem Leben Durststrecken und Dunkelheit. Aber gerade dann, wenn es wirklich eng wurde, war Jesus Christus an meiner Seite! Immer – ohne Ausnahme. Seit 2000 Jahren setzen Menschen überall auf der Welt ihre ganze Hoffnung auf Jesus. Christen können gar nicht anders. Ich möchte auch Ihnen Jesus ans Herz legen. Ich bin mir ganz sicher, dieser Hoffnungsträger hält, was er verspricht!

Ihr Rainer Woelki

Erzbischof von Köln