Neue Nachbarn im Erzbistum Köln
Neue Nachbarn im Erzbistum Köln

17.11.2019 - 08:00

Wort des Bischofs Danke für neue Nachbarn

Fünf Jahre sind bereits vergangen, seitdem das Erzbistum Köln die "Aktion Neue Nachbarn" ins Leben gerufen hat. Fünf Jahre mit vielen erfolgreichen Projekten und schönen Begegnungen. Kardinal Woelki blickt dankbar zurück.

Manchmal bin ich selbst überrascht, wie schnell die Zeit vergeht: Es sind bereits fünf Jahre vergangen, seit wir im Erzbistum Köln die "Aktion Neue Nachbarn" ins Leben gerufen haben. Damals standen zigtausende Flüchtlinge vor der Tür unseres europäischen Hauses, und Tausende starben damals wie heute bereits während ihrer Flucht nach Europa. Insbesondere im Mittelmeer und auf dem Weg durch Nordafrika. Es sind Menschen, die vor Krieg und Verfolgung, vor Unterdrückung und Not fliehen, und die bei uns Schutz suchen. Schon damals war es mir sehr wichtig, nicht nur kurzfristig unsere Hilfe anzubieten. Natürlich ist auch eine gute Erstversorgung von zentraler Bedeutung, aber mir ging und geht es um eine wirkliche Willkommenskultur, mit einem langen Atem. Denn nur durch nachhaltige Unterstützung gelingt die Integration der Menschen, die aufgrund anhaltenden Krieges oder Terrors nicht zurück in ihre Heimat kehren können.

Von Herzen dankbar bin ich darüber, dass wir in unserem Kölner Erzbistum so viele Menschen gewonnen haben, die sich ehrenamtlich gemeinsam mit den hauptberuflich Engagierten bei der "Aktion Neue Nachbarn" für Flüchtlinge einsetzen. Sei es bei der Wohnungs- oder Arbeitsplatzsuche, sei es bei den notwendigen Behördengängen oder beim Einrichten einer ersten Wohnung. Sei es beim Sprachunterricht oder bei der schulischen Hausaufgabenhilfe. An all diesen Stellen zeigt sich, wie segensreich die guten Menschen sind, die Hilfe leisten, und ohne deren Engagement es einfach nicht ginge. Und alle, die sich gerade überlegen, ob das nicht auch etwas für sie ist, denen kann ich nur herzlich sagen und sie ebenso herzlich einladen: "Machen Sie mit! Unser Zusammenleben kann gar nicht genug helfende Hände haben." Und all denjenigen, die sich bereits seit fünf Jahren engagieren und mit einem Herz voller Liebe um unsere neuen Nachbarn kümmern, gilt ein herzliches "Vergelt’s Gott." 

Und das Wort des Herrn: „Was Ihr für einen meiner geringsten Schwestern oder Brüder getan habt, das habt Ihr mir getan!“

Ihr
Rainer Woelki
Erzbischof von Köln

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