22.07.2018 - 08:00

Wort des Bischofs Angst vor der Zukunft?

Soziale Ungleichheit, Umweltzerstörung und bedrohter Frieden: Viele Jugendliche blicken pessimistisch in die Zukunft. Kardinal Woelki hat Verständnis für die Sorgen und Nöte der Jugend - aber er hat auch einen Hoffnungsträger in petto!

Wenn Jugendliche heute in die Zukunft schauen, dann stellen sich bei ihnen Sorgenfalten ein. Fast die Hälfte aller Menschen zwischen 14 und 18 Jahren befürchtet, dass es ihren eigenen Kindern bestimmt später einmal schlechter gehen wird. Weniger als 20 Prozent der Jugendlichen schauen positiv nach vorne. Für mich ist es wenig erfreulich, wenn die Mehrheit der jungen Menschen in unserem Land so wenig Vertrauen haben. Klar, ich kann ja verstehen, dass die derzeitige unruhige Lage auf unserem Planeten nicht nur hoffnungsfroh stimmt… Aber hier in unserem reichen Land, wo wir seit Jahrzehnten in Frieden und Wohlstand leben, wo wir von Naturkatastrophen weitgehend verschont bleiben, würde ich mir gerade von unserer Jugend ein wenig mehr Hoffnung und Lust aufs Leben wünschen. 

Gerne würde ich all denen, die da Angst und Sorge haben, meinen Hoffnungsträger empfehlen: Jesus Christus! Der lebte vor 2000 Jahren auch nicht unbesorgt auf einem Ponyhof. Und die Familie Jesu, das war eine Flüchtlingsfamilie! Und er selber starb nach einem aufreibenden Leben am Kreuz. Und doch ist er seit dieser Zeit der Garant für ein Leben in Fülle. Wer sich auf den Weg Jesu macht, wer in die Christus-Nachfolge eintritt, der kann unbesorgt in die Zukunft schauen. Gerade unseren Jugendlichen möchte ich deshalb Christus als Vorbild empfehlen. Er hatte auch keine 1000 Facebook-Freunde und auch nicht eine Million Follower auf Instagram. Aber es sind über eine Milliarde Christen überall auf der Welt mit ihm auf dem Weg. Alle diese Menschen wissen, sie sind niemals allein! Christus schenkt Freiheit und Licht und Leben. Seine Liebe schenkt uns die Hoffnung, die wir zum Leben brauchen. 

Ihr Rainer Woelki
Erzbischof von Köln

 

(DR)

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