29.04.2013 - 20:00

Wie sich das Kolpingwerk in Kolumbien für politische Bildung engagiert Aufarbeitung und Beteiligung

Das Kolpingwerk Kolumbien konzentriert sich vor allem auf politische Bildung, denn nur eine starke Zivilgesellschaft kann ihre Interessen formulieren und Einfluss auf politische Entscheidungen nehmen.

Der Bürgerkrieg in Kolumbien ist der am längsten andauernde bewaffnete Konflikt weltweit.  Guerilla, Paramilitärs, Drogenhändler, Streitkräfte und Polizei sind gleichermaßen beteiligt. Die Bilanz: Gewalt, mehr als 200.000 Tote und über zwei Millionen Vertriebene im eigenen Land. Der seit vier Jahrzehnten andauernde Konflikt ist das Entwicklungshemmnis schlechthin, denn eigentlich ist Kolumbien ein reiches Land. Trotzdem ist die Armut groß, der Reichtum ist extrem ungleich verteilt.

Was tut das Kolpingwerk? Gemäß dem Leitgedanken "Hilfe zur Selbsthilfe" sollen Menschen dazu befähigt werden, ihr Leben aus eigener Kraft zu gestalten. Und mit zahlreichen Selbsthilfegruppen und Organisationen im sozialen Bereich füllt das Kolpingwerk die Lücken, wo der Staat nicht funktioniert. Was sind die  Hintergründe des Konfliktes und wie erfolgreich ist der Ansatz des Kolpingwerkes?