07.11.2009 - 13:07

Aus dem Katholisch-Soziales Institut (KSI) in Bad Honnef 1. Rheinischer Kirchenrechtsarbeitstag

Die Sekretärin, die für eine Frikadelle vom Chef-Buffet nach über 30 Jahren gekündigt wird, der sogenannte "Maultaschen-Skandal" oder auch die Kassiererin, die einen Pfandbon für wenige Euro unterschlägt. In den vergangenen Wochen geisterten immer wieder Fälle aus der Welt des Arbeitsrechts durch die Medien, die das Volk polarisierten. Im Sinne der Arbeitnehmer melden sich dann oft die Gewerkschaften zu Wort, denn Sie vertreten die Rechte der Arbeiter und Arbeitnehmer.

Anders ist das jedoch in der kirchlichen Arbeitswelt: Hier gibt es keine Gewerkschaften oder Betriebsräte sondern Mitarbeitervertretungen. Denn die Kirchen als Arbeitgeber stehen unter einer ganz besonderen Verpflichtung. Doch gerade in einer säkularen Gesellschaft sowie globalisierten Wirtschaft steht das "kirchliche Arbeitsrecht" vor ganz besonderen Herausforderungen. Um Arbeitgeber und Arbeitnehmer aus dem kirchlichen Bereich an einem Tisch zu bringen, hat jetzt im Katholisch-Sozialen Institut der "1. Rheinische Kirchenrechtsarbeitstag" stattgefunden. Unter dem Titel "Die Dienstgemeinschaft und die Herausforderungen des Arbeitsrechts" kamen rund 180 Personen zusammen, um über die neuesten Entwicklungen zu debattieren.