16.01.2009 - 18:43

Unterwegs mit einem Straßenbahn Fahrlehrer Nächster Halt - Dom/Hauptbahnhof

"Achten Sie auf den Gegenverkehr! Nicht so stark abbremsen! Und den Schulterblick nicht vergessen!" - Irgendwann machen die meisten ihren Führerschein. Ob mit dem Mofa, dem Auto oder dem LKW, die Fahrstunden ähneln sich. Was aber muss ein Fahrschüler beachten, der später mal Straßenbahnen steuern will? Das weiß Stefan Ruland, Fahrlehrer bei den Kölner Verkehrs-Betrieben KVB. Wer in Köln Straßen- und U-Bahnen fahren lernt, kommt an ihm nicht vorbei.

Drei Monate dauert die Ausbildung. Und der Job hat es in sich: Auf den Straßenbahnfahrern lastet eine ungeheure Verantwortung. Schließlich sitzen in den Bahnen Hunderte Menschen, deren Leben durch einen Unfall in Gefahr geraten könnten. Also heißt es, die 60 Meter langen und bis zu 100 Tonnen schweren Fahrzeuge sicher durch die Stadt zu lenken, über und unter der Erde. Deshalb müssen angehende Bahnfahrer gute Nerven mitbringen, auch in Krisensituationen einen kühlen Kopf bewahren. Sie müssen zum Beispiel auch damit klarkommen, dass sich immer wieder Selbstmörder vor die Züge werfen…  Unser Sternzeit-Reporter Renardo Schlegelmilch ist mit der Straßenbahn-Fahrschule kreuz und quer durch Köln gefahren. Und wir fragen euch:  Wäre das auch ein Job für euch? Habt ihr euch schon mal Gedanken gemacht über die Belastungen, die die Straßenbahnfahrer auf sich nehmen? Ärgert ihr euch, wenn die Bahn schon wieder nicht kommt - oder habt ihr Verständnis dafür, dass auch mal was schief laufen kann im Öffentlichen Nahverkehr?  Fahrt ihr oft Bus und Bahn - oder setzt ihr euch lieber ins Auto? Oder aufs Fahrrad? Diskutiert mit im Sternzeit-Forum!