22.11.2011 - 15:45

J Nneka

Bei ihr kann man sicher sein: Wenn sie mit ihren CDs Millionen verdient, dann kauft sie sich davon nicht gleich eine Luxusyacht, sondern sie bringt das Geld in ihre Heimat Nigeria, um die Lebensumstände der Menschen dort zu verbessern. Nneka kam erst mit 18 nach Deutschland. Ihre Songtexte und ihr ganzes öffentliches Auftreten lassen vermuten, dass das Leben für sie am Anfang alles andere als einfach war und dass sie in allem, was sie jetzt musikalisch tut, auch eine gewisse Verantwortung spürt.

Nneka singt über Liebe, Schmerz, Politik und Gott. In der Blackmusic-Szene ist sie damit zu einer angesehenen Künstlerin geworden. Ihre letzten beiden Programme hat sie als Vorgruppe von Lenny Kravitz, Damian Marley und den Roots präsentieren können. Durch einen Electro-Remix ihres Songs "Heartbeat" landete sie in England sogar in den Top20. Aber auch in den USA, Südafrika und Israel kennt man sie. Über zweieinhalb Abrufe eines youtube-Clips kamen vor allem aus dem Ausland, gar nicht mal so sehr aus Deutschland, wo sie immerhin seit vielen Jahren lebt.

Für ihr drittes Album "Soul is heavy" hat sich Nneka Unterstützung von namhaften Produzenten geholt, die schon für Amy Winehouse, Adele und Wyclef Jean gearbeitet haben. Ein perfekter Sound für eine Künstlerin, die nichts anderes verdient hat. Im Song "J" singt sie über die Konzentration auf Werte wie Vergebung und Liebe und jemanden, vielleicht Gott, dessen Existenz dafür sorgt, dass man sich nicht durch Hass und Missgunst anderer von seinen Überzeugungen abbringen lässt. Die Frau, die das Singen im Kirchenchor gelernt hat und nun Hoffnung und Optimismus verbreiten will: Nneka.

Autor: Daniel Hauser