19.01.2011 - 20:44

The house you’re building Audrey Assad

Augustinus hat mal gesagt "Singen ist wie doppeltes Beten". An diese Devis hält sich die junge katholische Sängerin Audrey Assad mit ihrer außergewöhnlichen Stimme. Sie ging in New York zur Highschool, ist mit ihren Eltern dann nach Florida gezogen und begann dort, die Musik für mehr anzusehen als nur ein Hobby. Wenn man als Amerikaner mit christlichem Background Musik machen will, dann geht man nach Nashville, wo nicht nur der Country zu Hause ist, sondern auch sämtliche christliche Top-Produzenten. Marshall Altman heißt der Mann, der sie entdeckt hat.

Cheryl Cole und Natasha Bedingfield hat der schon in die Charts geschossen, also müsste das mit Audrey Assad doch auch klappen?! Sie ist zwar kein klassiches Pop-Püppchen, sondern eher etwas bieder, mit großer Briller und Rüschenbluse, aber ihre Stimme spricht für sich. Audrey Assad verbingt viel Zeit damit, dieser Stimme auch die richtigen Worte zu leihen, denn es soll nicht nur nett klingen, was sie singt, sondern inhaltlich in die Tiefe gehen und im Sinne der katholischen Lehre auch theologisch fundiert sein. Neues und korrektes Vokabular zu finden, hat sie sich auf ihrem ersten Album zur Hauptaufgabe gemacht.

Ihre Fans sind halb katholisch und halb evengelisch, sagt sie, und Protestanten seien manchmal sehr überrascht, dass Katholiken auch eine Vorstellung von einer sehr persönlichen Gottesbeziehung entwickeln können. Für sie ist es ganz wichtig zu betonen, dass man sich besonders als Christ einzigartig und besonders fühlen darf. Sie singt im Titelsong "The house you’re building" über sich als einen zerbrochenen, unförmigen Stein, also einen unvollkommenen Menschen, und über die Erkenntnis, dass das Haus Gottes ausschließlich aus solchen scheinbar unpassenden Steinen besteht und es für jeden exakt eine Lücke gibt, in die nur er perfekt reinpasst. "The house you’re building" vom gleichnamigen Album von Audrey Assad.   

Autor: Daniel Hauser