13.11.2009 - 17:39

Die philippinische Gemeinde in Bonn Ein Zuhause in der Fremde

"Test, Test!" Sherwin klopft ans Mikrofon und lauscht gespannt, was aus den Lautsprechern tönt. Zufrieden lächelt er; die Soundanlage funktioniert, die Party kann beginnen, die Leute können kommen. Und es werden viele kommen: aus Bonn und Köln, Siegburg und Wuppertal, aus der Eifel und sogar aus Berlin. Denn nicht oft gibt es die Gelegenheit, eine richtige philippinische Fiesta zu feiern, wie sie von der philippinischen Gemeinde in Bonn alle zwei Jahre organisiert wird.

Auch Sherwin Mitglied dieser Gemeinde. Er lebt schon lange in Deutschland, ist praktisch hier aufgewachsen. Dennoch fühlt er sich gerade der philippinischen Kultur zugehörig, hat viele philippinische Freunde und ist in der Gemeinde sehr aktiv. Sie ist das Bindeglied zu dem fernen Heimatland, eine Möglichkeit, eigene Traditionen und Kultur auch in der Fremde zu pflegen und zu leben.Sternzeitreporterin Christa Stollenwerk hat Sherwin ein Wochenende lang begleitet und hat miterlebt, was es es bedeutet, Filipino in Deutschland zu sein. Kirchenchorprobe, Gottesdienst und eine waschechte Fiesta gaben Einblick in ein gemeindeaktives Leben. Dabei erfährt Christa von Sherwin auch, worin er die großen Unterschiede zwischen Deutschen und Filipinos sieht, welche Schwierigkeiten man in einem neuen Land bewältigen muss und warum er trotzdem gerne in Deutschland lebt.Kennt Ihr Filipinos oder andere aktive Gemeinden in Deutschland? Habt Ihr vielleicht auch einen anderen kulturellen Hintergrund, dessen Pflege Euch wichtig ist? Was haltet Ihr davon, wenn man die eigene Kultur in ein fremdes Land transportiert und dort ausleben möchte? Sind Integration und Zusammenleben dann noch möglich?