05.10.2010 - 15:32

Die Elendsten Albert Frey

Er ist ein ganz stiller Zeitgenosse, bescheiden, zurückhaltend, und doch einer, der die christlich inspirierte Musik in Deutschland so pusht wie kaum ein Anderer. Mit einer so genannten Lobpreiswerkstatt fing Albert Frey 1982 in Ravensburg an, nach einer zeitgemäßen musikalischen Ausdrucksform für den Glauben zu suchen. Heute tourt er durch’s Land und gibt anderen Menschen dieses selbst erworbene und angewendete Wissen weiter. Die Heft- und CD-Reihe, für die Albert Frey hauptsächlich komponiert, heißt „Feiert Jesus“. Privatleute aber natürlich vor allem Gemeinden können sich die Noten und Playbacks dazu besorgen, um die neuen Lieder im Sonntagsgottesdienst zur CD, zur eigenen Band oder doch noch nur Orgel mitzusingen.

"Ich sehne mich danach, die großen, wichtigen Wahrheiten unseres Glaubens immer wieder neu auszudrücken, damit ich nicht abstumpfe, sondern mich neu begeistere für Gott". Das hat Albert Frey mal gesagt, und er bezeichnet seine Arbeit selbst als "Dienst". Gemeinsam mit seiner Frau Andrea Adams-Frey fühlt er sich von Gott dazu berufen, genau das zu tun, was er tut. Die Berufung benutzt er allerdings nicht als Schutzschild, um sich unangreifbar zu machen, sondern für ihn ist es eine Herausforderung und Verantwortung, der er sich stellt und es dann auch mal thematisiert, wenn er sich damit schwer tut oder Dinge wie Gewohnheit und mangelnde Ernsthaftigkeit im Glauben ausmacht.

Ein Lied auf seiner neuen CD "Urklang" hat Albert Frey "Die Elendsten" genannt in Anlehnung an eine Stelle aus dem 1. Korinterbrief, wo Paulus dazu ermahnt, unter allen Umständen an Jesus und an seine Auferstehung zu glauben und nicht so zu tun, als sei dies für den Glauben ein zu vernachlässigendes Ereignis. Die Motivation, um Glaubenswahrheiten zu ringen und sich nicht aus Bequemlichkeit auf einen Mini-Christen zurecht zu stutzen, so das kaum noch erkennbar wird, ob man von einer Wahrheit oder Illusion spricht. "Die Elendsten" vom neuen Albert Frey-Album "Urklang".