14.01.2009 - 20:14

Always Samuel Harfst

Eigentlich hat er ja nur vor der Oper von Sydney ein bisschen Straßenmusik gemacht, aber als dann das Kamera-Team einer MTV-Reality-Show vorbeikam, stand er mit seinem Kumpel plötzlich im Mittelpunkt der Handlung. Denn die Lieder von Samuel Harft, so heißt er, brachten die Hauptdarsteller zum Weinen und auf einmal fingen sie an, über die guten alten Zeiten in der Kirche, ihr Verhältnis zu Gott und über ihr jetziges Leben nachzudenken.

Das sind Erlebnisse, die Samuel Harfst zeigen, dass Musik eben nicht nur Musik ist, oder wie er in seinem aktuellen CD-Booklet den Schriftsteller Victor Hugo zitiert "Die Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber zu schweigen unmöglich ist". In diesem Sinne hat Samuel Harft seit seiner ersten Bandgründung vor acht Jahren entschieden, dass er ein Musiker sein will, weil er den Menschen etwas zu sagen hat. Was das zum Beispiel ist, kann man auf dem aktuellen Album "Audiotagebuch" nachhören. Es besteht aus sieben deutschsprachigen und fünf englischsprachigen Titeln. Fangen wir mal mit einem englischen an: "Always". Dieser Song beschäftigt sich mit der Suche nach den richtigen Worten: Ob wie in Samuels Fall aussagekräftige Songs entstehen sollen, oder ein Christ im Gebet nach den Worten ringt, die wirklich das erfassen können, was gemeint ist, Samuel bittet Gott darum, ihm die Worte zu schenken, um ihn preisen zu können, so wie Jesus den Jüngern damals das "Vater unser" gab. "Always", ein Song von einer ganz heißen Neuentdeckung, mit der wir uns später noch mal befassen werden: Samuel Harfst mit Musik aus seinem Album "Audiotagebuch".  Autor: Daniel Hauser