19.05.2011 - 21:07

Weltkulturerbe in Tschechien Gotik zum Schwärmen und Bauernbarock

In Tschechien gibt es so manch kostbares Kleinod zu entdecken. Nahe der deutsch-tschechischen Grenze, 15 Kilometer vor Budweis, liegt das kleine Dorf Holasovice. Es leben dort gerade mal rund 140 Menschen. Aber: Holasovice gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Der Grund sind seine schmucken Häuser, die rund um den Dorfplatz stehen: Bauernbarock. 500 Jahre lang stand das Dorf unter dem Schutz eines nahen Klosters.

Es gab Zeiten, da wohnte fast niemand mehr im Dorf. Vor 20 Jahren wurden die Häuser aber restauriert und seitdem lohnt der Besuch. Rund 170 Kilometer weiter gen Norden liegt Kutna Horá. Das frühere Kuttenberg war eine Bergbaustadt. Das Silber brachte großen Reichtum und noch heute ist von der Pracht viel zu sehen.

Am Rande der Altstadt steht ein Dom, der der Schutzpatronin der Bergleute, der heiligen Barbara, gewidmet ist. Eine außergewöhnliche gotische Kirche, die so manchen ins Staunen versetzt - selbst die Kölner Dombaumeisterin Barbara Schock-Werner, die doch eigentlich genügend gotische Pracht gewöhnt ist.

Außerdem: Zwei Frauen erzählen von ihrem Pilgerweg, der sie von Görlitz nach Prag führte.