31.05.2015 - 20:00

Kammermusik von Mozart und Mendelssohn "Und alles ist zerstoben"

Felix Mendelssohn Bartholdy komponierte mit nur 16 Jahren das Octett in Es-Dur op. 20. Octett meint eine Besetzung von 8 Instrumenten, im konkreten Fall vier Violinen, zwei Viola und zwei Violoncelli. Hintergrund sind die Sonntagsmusiken im Hause Mendelssohn. Die Familie gehörte zu großbürgerlichen Kreisen, in denen eine umfassende Erziehung im Bereich Kultur unabdingbar war. Es wurde nicht nur viel Musik gemacht, sondern der junge Felix beschäftigte sich intensiv auch mit Autoren wie Johann Wolfgang von Goethe.

So stellte er dem Scherzo im Octett vier Zeilen aus der Szene der Walpurgisnacht aus Faust I voran. "Wolkenflug und Nebelflor erhellen sich von oben. Luft im Laub und Wind im Rohr. Und alles ist zerstoben". Die sogenannten Sonntagsmusiken im Hause Mendelssohn waren gesellschaftliche Ereignissen, auf hohem künstlerischen Niveau. Für genau ein solches Privatkonzert in Berlin komponierte der 16jährige das Werk. Sieben Jahre später veröffentlichte er es, weil Mendelssohn nach wie vor von der Qualität überzeugt war. 

Weiteres Programm u. a. :

W. A. Mozart: Klaviersonate a-moll KV 10

Moderation: Mathias Peter