Licht in einer Höhle
Licht in einer Höhle
Schwester Katharina
Schwester Katharina

27.06.2019 - 16:08

Morgenimpuls von Schwester Katharina "Ein guter Tipp für uns heute"

Der Legende nach versteckten sich sieben Brüder in einer Höhle und wachten erst Jahrhunderte später auf. Diese Geschichte ist Namensgeber für den Siebenschläfertag. Schwester Katharina sieht darin einen Tipp für heute.

Am Donnerstag ist Siebenschläfer. Seinen Namen hat dieser besondere Tag von einer ganz alten Legende. Dieser Legende zufolge waren die Siebenschläfer sieben Brüder, die als Christen verfolgt worden waren, sich in eine Höhle versteckt haben und erst Jahrhunderte später aufgewacht sind. Der römische Kaiser Decius, von 249 bis 51, war im 3. Jahrhundert nach Ephesus gekommen, ließ dort einen Tempel errichten und verlangte, dass der dort verehrten Gottheit gebührend geopfert werde. Maximilianus, Malchus, Martinianus, Dionysius, Johannes, Serapion und Constantinus, die späteren Siebenschläfer, gehörten zur Oberschicht in Ephesus und verschenkten ihr Vermögen an Arme.

Da sie Christen waren und als solche nicht opferten, fürchten sie die Bestrafung durch den Kaiser. Sicherheitshalber haben sie sich auf den Berg Celion zurückgezogen und haben sich in einer Höhle verkleidet. Reihum verkleideten sie sich immer wieder als Bettler und schlichen sich nach Ephesus, um für sich und für die Gefährten die sich versteckt hatten Nahrung und Nachricht zu beschaffen. Als Malchus in die Stadt kam, erfuhr er von der Rückkehr des Kaisers. Schnell rannte er zurück zum Versteck und berichtete. Noch einmal aßen sie gemeinsam die Brote, die er gekauft hatte und dann fielen sie in ihren tiefen Schlaf.

Unterdessen hatte Decius erfahren wo und warum sich die sieben versteckt hielten. Wütend ließ der Kaiser die Höhle zu mauern. Nach Jahrhunderten, im Jahr 448, wurde die Mauer eingerissen, wovon die Siebenschläfer erwachten. Nichts ahnend haben sie erneut Malchus nach Ephesus geschickt, wo er alles total verändert vorfand. Da er mit alter Goldmünze zahlen wollte, ergriff man ihn. Weder ihn selbst noch seine Eltern kannte man noch, kaum noch den auf der Münzer abgebildeten Kaiser Decius. Man begab sich zur Klärung der Verwirrung zur Höhle. Hier fand sich neben den Erwachten noch ein Schriftstück, mit zwei silbernen Siegeln versiegelt, das die Maurer dereinst dort versteckt hatten und das nun die Wahrheit über die Siebenschläfer bewiesen hat.

Am Mittwochmorgen in der Heiligen Messe hat unser Pastor einen wunderbaren Satz gesagt. "Glauben heißt nicht im Nachhinein Dinge für wahr halten, sondern glauben heißt, für die Zukunft und ein gelingendes Leben ganz auf Gott setzen." Das haben diese jungen Christen damals getan. Es ist auch ein guter Tipp für uns heute.

(DR)