Ein Gärtner sitzt auf einem Rasenmäher und mäht den Rasen.
Ein Gärtner sitzt auf einem Rasenmäher und mäht den Rasen.
Schwester Katharina
Schwester Katharina

21.05.2019 - 06:00

Osterimpuls von Schwester Katharina Liebe das, was du tust!

Schwester Katharina liebt ihren Beruf. Heute spricht sie davon, dass es einem leichter fällt, wenn man Dinge gerne macht.

Rund um unser Mutterhaus oben am Kimicker Berg sind viele große Wiesenflächen, die mehr oder weniger steil sind und damit auch viel Flächen zum Rasenmähen haben. Vorige Woche hab ich ein paarmal einen Mitarbeiter beobachtet, der mit viel Vergnügen und ziemlich rasant mit einem kleinen Aufsitz-Rasenmäher gefahren ist. Er hatte dicke Kopfhörer auf, wahrscheinlich gegen den Lärm, aber so, wie der Gefahren ist, hatte ich das Gefühl, dass er garantiert Heavy Metal oder zumindest Deutschrock hört. Seinem Gesichtsausdruck war anzumerken, dass es das größte Vergnügen der Welt sein muss, mit so einem Rasenmäher stundenlang ums Haus zu fahren und alle Rasenflächen zu bearbeiten.

"Do what you love and love what you do!" steht auf einer Postkarte auf meinem Schreibtisch. Tu was du liebst und liebe was du tust, könnte es heißen. Bei diesem jungen Mann war es deutlich. Wie ist das so mit ihnen – und auch mit mir? Tue ich, was ich liebe und liebe ich, was ich tue? Bei mir ist es so, dass ich viele Dinge liebe und vieles davon auch tue. Ich singe und bete gern, feiere gern die verschiedensten Gottesdienste, mache unglaublich gern etwas mit Menschen, ich backe und koche gern, ich gucke gern Fußball und mache tatsächlich sehr gerne Hausarbeit. Wenn ich das, was ich tue, gern mache, dann ist es einfach. Und wenn es mal nicht so von der Hand geht, ist es dann trotzdem etwas, was ich gerne mache.

Aber wenn ich Sachen machen soll, die mir nicht unbedingt Spaß machen, die mir schwerfallen, die Ärger einbringen werden, dann ist es doch umso mehr eine gute Idee zu sagen: Liebe das, was du tust! Lege dein Herz hinein und dein Engagement. Oder wie es Franziskus von Assisi sagt: Tu einfach erst das Notwendige, dann das Mögliche und plötzlich schaffst du das Unmögliche.

(DR)