Heilige Elisabeth von Klaus Metz (Skulptur)
Heilige Elisabeth von Klaus Metz (Skulptur)
Heilige Elisabeth von Klaus Metz (Skulptur)
Heilige Elisabeth von Klaus Metz (Skulptur)
Schwester Katharina
Schwester Katharina

19.11.2019 - 06:39

Morgenimpuls von Schwester Katharina "Alles in großer Liebe tun"

Schwester Katharina ist ganz angetan von einer modernen Skulptur von der Heiligen Elisabeth. Denn bei der genaueren Betrachtung sind ihr einige Symboliken aufgefallen, erzählt sie in ihrem Morgenimpuls. 

Ich habe dieser Tage das Foto einer Skulptur gefunden, das mich sehr beeindruckt hat, da es eine ganz andere Art der Darstellung zeigt. Diese moderne Skulptur der Heiligen Elisabeth stammt aus einer Skulpturen-Gruppe von Klaus Metz, einem Bildhauer aus Langenleiten in der Rhön, ausgestellt auf der Thüringer Landesgartenschau in Schmalkalden im Jahr 2016.

Elisabeth ist hier in höfischer Tracht zu sehen, mit einem Kopfschmuck, der uns ziemlich fremd erscheint. Zwei Dinge an dieser Skulptur gefallen mir sehr gut. Sie hat in der linken Hand eine Rose, die uns natürlich an ihr Rosenwunder erinnert. Sie hatte ja Brot in einem Korb nach Eisenach zu den Armen getragen. Ihr Schwager stellt sie unterwegs barsch zur Rede, was sie denn da habe? Und sie antwortet: Rosen. Und als er ihren Mantel zurückschlägt, sind in ihrem Korb tatsächlich Rosen.

Die rechte Hand der Elisabeth-Skulptur liegt auf dem Herzen und zeigt ihren Ehering – und eingraviert in den Ring ist ein Herz. Elisabeth hat ja sehr glücklich in ihrer Ehe mit Ludwig gelebt und mit ihm drei Kinder gehabt. Als er gestorben ist, hat sie sich und ihr Leben Gott geweiht und den Kranken und Armen gedient. Alles also, die Ehe mit ihrem Ludwig, die Trauer um ihn, die Liebe zu ihren Kindern, die Weihe an Gott und den Dienst an den Kranken und Armen hat sie immer mit ganzem Herzen getan. Das finde ich so schön, und ich finde es ein gutes Bild für uns, die wir in so verschiedenen Lebenssituationen sind.

Tun wir doch alles, was im Moment dran ist: die Arbeit, das vielfältige Engagement, das Beten, das Kranksein, die Pflege von Angehörigen und Kindern, das Altwerden – alles immer mit ganzem Herzen und mit großer Liebe. Mehr ist nämlich von uns gar nicht verlangt, aber auch nicht weniger. Alles in großer Liebe tun.

(DR)