29.08.2017 - 10:00

Thomas Frings im Gespräch "So kann ich nicht mehr Pfarrer sein"

"Aus. Amen. Ende?" hat Thomas Frings sein Buch genannt, geschrieben hat er es in einem Auszeitjahr im Kloster. Seit Ende Juni springt er seinem Bistum übergangsweise wieder ein. Im domradio hat er von seinen Ideen für später erzählt. Ins Kloster hatte er sich zurückgezogen, nachdem der Priester aus Münster sein Amt als Pfarrer niedergelegt hatte. Sein Schritt hat ein gewaltiges Echo hervorgerufen, bei vielen Christen und in den Medien.

Im Fragebogen stellt Thomas Frings sich so vor:

Berufung im Sinne von dazu bin ich auf die Welt gekommen... ich lebe unglaublich gerne. Leben macht mir Spaß.

Von meiner Mutter habe ich... hoffentlich die Gene, fit alt zu werden.

Ohne meinen Vater... würde ich nicht so viel gesegnet sein.

Am Waldrand aufwachsen hieß... eine tolle Freizeit als Kind gehabt zu haben

Nach der ersten Woche im ersten Schuljahr, wusste ich... dieses System und ich, wir werden keine Freunde, deswegen habe ich nicht G8, nicht G9, ich habe G10 gemacht.

Messdiener durfte ich nicht werden, weil... ich ein katastrophaler Schüler war und meine Eltern sagten, du musst alle Konzentration auf die Schule richten.

Priester wollte ich werden, um... ein interessantes Leben zu haben.

Im Studium konnte ich plötzlich lernen, weil... ich die Freiheit  hatte, dann die Leistung zu bringen, wenn sie gefragt ist und meinen Tag selber gestalten konnte.

Kunst und Archäologie wollte ich dann auch noch studieren, damit... eine Leidenschaft auf ein wissenschaftliches Fundament gestellt werden konnte.

Als meine Großmutter starb... wusste ich, so will ich auch sterben.

Meinen Adoptivbruder aus Togo habe ich in Münster im Bus getroffen, weil... er schwarz war und sonst alleine im Bus gesessen hätte.

Als Gemeindepfarrer konnte ich... unglaublich kreativ sein.

Als Gemeindepfarrer konnte ich nicht...oh, da muss ich echt überlegen. Weil ich soviel konnte!

Liturgie kann... ich.

Kunst kann... das Leben so schön machen.

Ich musste aufhören Gemeindepfarrer zu sein, als ich... feststellte, dass ich mit diesem Weg der Territorialgemeinde nicht mehr übereinstimmte.

Das Echo auf meine Begründung Kurskorrektur... vollkommen überrascht.

Ich wollte zu den holländischen Benediktinern St. Willibord, weil... die Atmosphäre in diesem Kloster vom ersten Moment an ein Geist der Freiheit war.

Das Klosterleben ist nicht meines, weil... ich mir das nicht für mein ganzes Leben vorstellen kann.

Jetzt möchte ich... gerne weiter suchen nach Wegen, die zukunftsfähig sind.

Der Großneffe von Kardinal Frings zu sein, bedeutet... Glück gehabt zu haben, weil  man mit einem positiv besetzten Namen gesegnet ist.

Eine Vier im Eneagramm zu sein, heißt... das Skript zu haben, Du bist gut, wenn Du anders bist.

Menschen können Gott spüren, wenn... sie religiös musikalisch sind.

Gott ist... eine Idee.

 

(Wiederholung vom 12.06.2017)

Moderation: Angela Krumpen