03.04.2012 - 14:01

Journalistik-Student und Missionar auf Zeit Christoph Niekamp

Ein Jahr lang war er der Mzungu, der Weiße. Wo auch immer Christoph Niekamp in Tansania auftauchte, fiel er sofort auf. Immer wieder wollten die Menschen ihn einfach mal berühren, sein rotes Haar anfassen, wissen, wie sich die weiße Haut anfühlt. Für den damals 19-Jährigen war das durchaus gewöhnungsbedürftig, aber die Herzlichkeit und die Neugier der Menschen im kleinen tansanischen Dorf Himo haben ihm sehr gefallen. Als Missionar auf Zeit lebte und arbeitete er zwölf Monate lang am Fuß des Kilimandscharo und hat in dieser Zeit viel für sein Leben gelernt, sagt Christoph.

Heute studiert Christoph Niekamp in Hannover Journalistik. Aber er denkt gern zurück an die Zeit, als er im Auftrag des Spiritanerordens Erwachsene in Deutsch, Englisch und Mathe unterrichtete und im Garten mitarbeitete. Er hat gesehen, wie die Menschen in Tansania auch ohne viel Geld fröhlich leben und das Beste aus der Situation machen, jeden Tag aufs Neue.  Aber er hat auch immer wieder gehört, wie die Menschen von einem gelobten Land namens Europa träumen.

In domradio-Menschen erzählt Christoph Niekamp, wie es ihn aus seiner ostwestfälischen Heimat Bad Oeynhausen nach Tansania verschlagen hat und was er dort erlebt hat. Außerdem verrät er seinen großen Traum: Eines Tages als Auslandskorrespondent nach Ostafrika zurückkehren und für die Europäer über Afrika berichten.