15.08.2011 - 18:50

Engagiert im Blinden- und Sehbehindertenverein Köln Marisa Sommer

Ihre Welt ist immer mehr im Dunkel versunken: Erst konnte sie noch Licht und Schatten sehen, irgendwann auch das nicht mehr. Marisa Sommer ist seit mittlerweile zehn Jahren blind - infolge der seltenen Autoimmunschwächekrankheit Uveitis. Aber sie hat sich von dem schweren Schlag nicht aus der Bahn werfen lassen. Schritt für Schritt hat sie gelernt, wie man auch als blinder Mensch ein selbstbestimmtes Leben führen kann.

Dabei geholfen haben ihr vor allem ihr Mann und ihre Tochter, aber auch ihr Glaube und ihr Optimismus. Und natürlich Blindenführhund Paul, der sie fast überall hin begleitet. Mit ihrem Schäferhund geht sie auch in Schulen und erzählt den jungen Leuten vom Leben ohne Augenlicht. Das hilft, sagt sie, Berührungsängste zwischen Menschen mit und ohne Behinderung abzubauen.

Weil sie anderen Betroffenen Mut machen will engagiert sie sich außerdem im "Blinden- und Sehbehindertenverein" und in einer Uveitis-Selbsthilfegruppe. In domradio-"Menschen" erklärt sie unter anderem, was sie am Umgang der Gesellschaft mit Blinden und anderen Behinderten stört.