16.12.2014 - 10:00

Der Weltgeschichten-Erzähler Jürgen Lieser

„Ich glaube nach wie vor, dass wir etwas verändern können - im Kleinen wie im Großen“, sagt Jürgen Lieser. Heute engagiert er sich zu Hause im Schwarzwald in der Kommunalpolitik, Jahrzehnte lang war er für Caritas international rund um den Globus unterwegs.

In den 1970er Jahren arbeitete er als Entwicklungshelfer in Bolivien, später in unterschiedlichen Funktionen bei Caritas international, etwa als Leiter der Katastrophenhilfe. Jürgen Lieser hat viel Leid gesehen, Armut, Unterentwicklung und Perspektivlosigkeit, aber eben auch immer wieder berechtigte Hoffnungen und viele kleine Fortschritte.

Er hat sich intensiv mit Sinn und Unsinn von Entwicklungshilfe auseinandergesetzt. Sein Fazit: „Solange diese Welt geprägt ist von Leid, Unrecht und Gewalt, solange die Ressourcen und Lebenschancen so ungerecht verteilt sind, solange ist recht verstandene Hilfe eine – wenn auch unzureichende -  Option.“  Was Jürgen Lieser selbst unter „recht verstandener Hilfe“ versteht – unter anderem das erklärt  er in der Sendung domradio Menschen. Außerdem erzählt er, wie er einst seine Laufbahn als Verwaltungsangestellter an den Nagel gehängt und dann über Zivildienst und Zweiten Bildungsweg zur Entwicklungszusammenarbeit gefunden hat. Und natürlich geht es auch um sein Buch „Weltgeschichten – 30 Jahre unterwegs für Caritas international“, das er in diesem Jahr veröffentlich hat.