frisch gestrichen
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18.03.2017 - 09:50

Obstbaumpflegezeit Schneiden und Streichen

Der März ist da! Zeit im Garten aufzuräumen. Denn viel kann man jetzt im Garten tun. Zum Beispiel, altes abschnippeln um neuem Platz zu machen. Was allerdings in erster Linie für Blumen und Pflanzen gilt. Obstbäume brauchen da noch andere Pflege.

Was im Januar und Februar kaum möglich war, ist jetzt an den frostfreien Tagen möglich geworden, sich zum Beispiel endlich mal um die Obstbäume zu kümmern. Allerdings: Der Obstbaumschnitt erscheint wie ein Buch mit sieben Siegeln, mit der Schere in der Hand kann man viel verkehrt machen. Und so gilt als erste Faustregel: weniger ist besser, so sollte man junge Bäume ganz in Ruhe lassen. Und auch ein starker Schnitt bei älteren Bäumen führt meist zu noch mehr Ästen statt zu mehr Obst am Baum. Da kommt ein einfacher Rat der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen gerade Recht: nicht schnippeln, sondern schneiden.

Nicht schnibbeln sondern schneiden

Jetzt ist die richtige Zeit, um Obstbäume zu schneiden, denn der Hobbygärtner sollte nicht bei Frosttemperaturen von weniger als fünf Grad unter Null schneiden sowie bei Regen und Schneefall, weil das die Gefahr einer Infektion erhöht.
Grundsätzlich gilt: nicht schnibbeln, sondern schneiden. Also lieber eine ganze Astpartie herausnehmen, als mehrere Zweige stutzen. Je mehr Schnittstellen entstehen, desto mehr Wunden hat der Baum. Wichtig: Die Äste müssen so geschnitten werden, dass keine Aststümpfe stehen bleiben.

Und auch wichtig: die Schnittwunden nicht zuschmieren. Lange Zeit war es populär, größere Schnitte mit Wundbalsam zu verschließen,  Inzwischen sind die Fachleute jedoch der Meinung, dass die Selbstheilungskräfte der Bäume ausreichen. Der Wundverschluss kann dazu führen, dass das Holz nicht ausreichend trocknet und Pilzbefall wird sowieso nicht verhindert.

Baumanstrich ist Rundumpflege

Was man noch tun kann für die Bäume: sie frisch anstreichen. In Schrebergärten leuchten all überall die Stämme der Obstbäume weiß und das hat seinen Sinn. Gerade im Februar und März sind bei gutem Wetter Nachtfröste keine Seltenheit. Tagsüber scheint die Sonne dann umso wärmer auf die Rinde der Bäume und erwärmt sie. Diese starken Temperaturwechsel führen dazu, dass die Zellen platzen. Denn Zellen, die zu schnell auftauen, sterben ab. Und in der Folge reißt auch die Baumrinde auf und Pilze können eindringen.

Genau hier hilft der Baumanstrich, seine weiße Farbe reflektiert die Sonnenstrahlen. Und die Inhaltsstoffe sind überhaupt für den Baum gesund, quasi ein Rundum-Paket, das bis in den Sommer hinein schützt und pflegt, und indem es sich langsam auflöst sogar noch den Boden düngt. Die Investition lohnt also.