22.11.2012 - 10:24

Podiumsdiskussion zum Zweiten Vatikanischen Konzil "Die Kirche geht heute durch einen Moment der Unruhe"

"Die Kirche geht heute durch einen Moment der Unruhe", urteilte Paul VI., der "Konzilspapst". 50 Jahre nach der Eröffnung des Zweiten Vatikanischen Konzils wurde in München kontrovers diskutiert. Die einen machen die Beschlüsse des Konzils für den Niedergang des kirchlichen Lebens mit verantwortlich, andere blicken mit Euphorie auf den Geist des Konzils.

Fünfzig Jahre sind seit der Eröffnung des Zweiten Vatikanischen Konzils vergangen. Das Konzil hat sowohl für das innere Leben der katholischen Kirche als auch für ihre Stellung in der Welt Perspektiven eröffnet, deren Wertungen nicht eindeutig ausfallen. Neben vielfacher Euphorie gibt es nach wie vor Kritik. Die einen machen die Beschlüsse des Konzils für den Niedergang des kirchlichen Lebens mit verantwortlich, andere wiederum sehen den Geist des Konzils auf der Strecke stehen geblieben und fordern weitere Schritte.

Bei einer Podiumsdiskussion der Hanns-Seidel-Stiftung in München stritten im November 2012 Kulturjournalist Alexander Kissler, Historiker Rudolf Lill, Theologe Otto Hermann Pesch und der Moraltheologe Peter Schallenberg kontrovers miteinander über Bedeutung und Stellenwert des Zweiten Vatikanischen Konzils. Die Moderation hat KNA-Chefredakteur Ludwig Ring-Eifel. Die Aufzeichnung beginnt nach den Einführungsstatements der vier Diskussionsteilnehmer.