15.12.2016 - 10:29

Kommunikation Lioba Faust und ihre Lieblingsbibelstelle

Apg 2, 4; 7

Alle wurden mit dem Heiligen Geist erfüllt und begannen, in fremden Sprachen zu reden …, wie es der Geist ihnen eingab. ... Sie gerieten außer sich vor Staunen und sagten: Sind das nicht alles Galiläer, die hier reden? Wieso kann sie jeder von uns in seiner Muttersprache hören?

Was für ein Ereignis der Kommunikation! Alle redeten in ihrer jeweiligen Sprache, und trotzdem haben alle einander verstanden! Wahrlich zum Staunen! Wünschen wir uns nicht alle, endlich verstanden zu werden? Wie selten dies sogar in der eigenen Sprache geschieht, erleben wir im Alltag oft genug. In der Gegenwart, in der es für viele überlebensnotwendig ist, eine neue Sprache zu lernen, ist das Ereignis von Pfingsten ein nie wieder dagewesenes, und sicherlich wünschenswertes Ereignis. Damit es gelingen kann, sich zu verständigen und zu verstehen, bedarf es offenbar immer wieder der Unterstützung des Heiligen Geistes.

1 Kor 12, 7

Jedem aber wird die Offenbarung des Geistes geschenkt, damit sie anderen nützt.

Die Gaben, Talente und Fähigkeiten, die wir haben, haben wir geschenkt bekommen, jeder eigene. Und nicht nur das, wir haben sie dafür bekommen, um anderen zu nützen. Also nichts ist eigennützig, kein Talent existiert nur, weil jeder Mensch zufälligerweise mit Talenten ausgestattet ist, die er vielleicht vererbt bekommen hat, sondern weil unsere Fähigkeiten im Dienste für andere zur Geltung kommen sollen. Das heißt, wenn wir vielleicht Zweifel haben, ob wir das Richtige tun oder ob wir unsere Gaben richtig einsetzen, dürfen wir uns darauf verlassen, dass es auch für andere sinn- und wertvoll sein kann. Dies empfinde ich selbst manchmal als sehr kraftspendend und kann auch anderen mit dem, was sie tun, mit Wertschätzung begegnen.