Jesus mit seinen Jüngern beim Abendmahl
Jesus mit seinen Jüngern beim Abendmahl

28.03.2013 - 20:00

Kardinal Meisner spricht über menschliche Tragödien Der verratende Petrus

„Wir leben unter dem guten Blick des Herrn“, betonte Kardinal Meisner in seiner Predigt an Gründonnerstag. Selbst wenn wir uns als „Stolperstein für das Reich Gottes“ erwiesen, wie etwa der Apostel Petrus.

Erzbischof Joachim Kardinal Meisner erinnerte in seiner Predigt an den verratenden Petrus. „Dass Jesus aber in dieser kritischen Situation, wo der Verrat so offensichtlich ist, nicht die Hände vors Gesicht gelegt hat, sondern mit seinem guten Blick auf Petrus geschaut hat, war dessen Rettung und zeigt den Lebensstil Jesu“, so der Kölner Erzbischof.

Einladung zum Eucharistischen Kongress

Die Menschen lebten Tag und Nacht unter dem Blick Gottes, „der uns aber nicht wie ein Kripobeamter permanent kritisch und misstrauisch beobachtet und durchleuchtet“. Gott wisse um unseren guten Willen, aber auch um unsere Schwäche. Als Eucharistietag schlechthin bezeichnete der Kardinal den Gründonnerstag weiter. Für jeden katholischen Christen gelte es, an das Geheimnis der heiligen Eucharistie zu glauben. Der Kardinal lud zum Eucharistischen Kongress vom 5. bis 9. Juni in Köln ein.

domradio.de übertrug an Gründonnerstag die Messe vom letzten Abendmahl aus dem Kölner Dom. Zelebrant war Erzbischof Joachim Kardinal Meisner.

Es sang das Vokalensemble am Kölner Dom unter der Leitung von Eberhard Metternich. Die Orgel spielte Ulrich Brüggemann.

Am Gründonnerstag gedenkt die Kirche des letzten Abendmahls, das Jesus mit seinen Jüngern hielt, und damit der Einsetzung der Eucharistie. Außerdem erinnert die Kirche an die Fußwaschung der Jünger durch Jesus als Symbolhandlung. Nach dem Gloria-Gesang im Gottesdienst verstummen Orgel und Glocken; nach der Messfeier werden Blumenschmuck und Kerzen beiseite geschafft. Zwar will der Volksbrauch, dass an diesem Tag bevorzugt "grüne Speisen" wie Spinat oder Brunnenkresse auf dem Tisch stehen, doch dürfte der Tag seinen Namen dem althochdeutschen "Grunen" oder "Greinen" verdanken, das "Weinen" bedeutet.