19.03.2010 - 11:36

Heilige Messe aus der Minoritenkirche Köln Fünfter Fastensonntag

domradio.de übertrug am fünften Fastensonntag die Heilige Messe aus der Minoritenkirche Köln. Hauptzelebrant des heutigen Gottesdienstes war Pater Gabriel Weiler, Konzelebrant der Generalpräses von Kolping International, Monsignore Axel Werner. Die musikalische Gestaltung übernahm die Kantorei St. Kolumba unter der Leitung von Reinhard Heuckmann. Die Orgel spielte Gerald Fork.

Das Kolpingwerk gedenkt bei der Messe des heiligen Josefs, dessen Fest am vergangenen Freitag gefeiert worden ist. Adolph Kolping hat während seiner Tätigkeit an der Minoritenkirche einen Josefsaltar gestiftet, der eine Woche vor seinem Tod eingeweiht werden konnte. Von diesem Altar ist heute nur noch die Figur des Hl. Josef erhalten, der Rest ist, wie die Minoritenkirche überhaupt, im Zweiten Weltkrieg weitgehend zerstört worden. Am Ende des Gottesdienstes ziehen Abordnungen der Kolpingfamilie zum Grab ihres Gründers und bitten um die Heiligsprechung von Adolph Kolping.  Lesung aus dem Buch Jesaja 43,16-21So spricht der Herr, der einen Weg durchs Meer bahnt, einen Pfad durch das gewaltige Wasser, der Wagen und Rosse ausziehen lässt, zusammen mit einem mächtigen Heer; doch sie liegen am Boden und stehen nicht mehr auf, sie sind erloschen und verglüht wie ein Docht. Der Herr spricht: Denkt nicht mehr an das, was früher war; auf das, was vergangen ist, sollt ihr nicht achten. Seht her, nun mache ich etwas Neues. Schon kommt es zum Vorschein, merkt ihr es nicht? Ja, ich lege einen Weg an durch die Steppe und Straßen durch die Wüste. Die wilden Tiere werden mich preisen, die Schakale und Strauße, denn ich lasse in der Steppe Wasser fließen und Ströme in der Wüste, um mein Volk, mein erwähltes, zu tränken. Das Volk, das ich mir erschaffen habe, wird meinen Ruhm verkünden.Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus an die Philipper 3, 8-14Brüder! Ich sehe alles als Verlust an, weil die Erkenntnis Christi Jesu, meines Herrn, alles übertrifft. Seinetwegen habe ich alles aufgegeben und halte es für Unrat, um Christus zu gewinnen und in ihm zu sein. Nicht meine eigene Gerechtigkeit suche ich, die aus dem Gesetz hervorgeht, sondern jene, die durch den Glauben an Christus kommt, die Gerechtigkeit, die Gott aufgrund des Glaubens schenkt. Christus will ich erkennen und die Macht seiner Auferstehung und die Gemeinschaft mit seinen Leiden; sein Tod soll mich prägen. So hoffe ich, auch zur Auferstehung von den Toten zu gelangen. Nicht dass ich es schon erreicht hätte oder dass ich schon vollendet wäre. Aber ich strebe danach, es zu ergreifen, weil auch ich von Christus Jesus ergriffen worden bin. Brüder, ich bilde mir nicht ein, dass ich es schon ergriffen hätte. Eines aber tue ich: Ich vergesse, was hinter mir liegt, und strecke mich nach dem aus, was vor mir ist. Das Ziel vor Augen, jage ich nach dem Siegespreis: der himmlischen Berufung, die Gott uns in Christus Jesus schenkt.Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes 8, 1-11In jener Zeit ging Jesus zum Ölberg. Am frühen Morgen begab er sich wieder in den Tempel. Alles Volk kam zu ihm. Er setzte sich und lehrte es.  Da brachten die Schriftgelehrten und die Pharisäer eine Frau, die beim Ehebruch ertappt worden war. Sie stellten sie in die Mitte und sagten zu ihm: Meister, diese Frau wurde beim Ehebruch auf frischer Tat ertappt. Mose hat uns im Gesetz vorgeschrieben, solche Frauen zu steinigen. Nun, was sagst du? Mit dieser Frage wollten sie ihn auf die Probe stellen, um einen Grund zu haben, ihn zu verklagen. Jesus aber bückte sich und schrieb mit dem Finger auf die Erde. Als sie hartnäckig weiterfragten, richtete er sich aufund sagte zu ihnen: Wer von euch ohne Sünde ist, werfe als erster einen Stein auf sie. Und er bückte sich wieder und schrieb auf die Erde. Als sie seine Antwort gehört hatten, ging einer nach dem andern fort, zuerst die Ältesten. Jesus blieb allein zurück mit der Frau, die noch in der Mitte stand. Er richtete sich auf und sagte zu ihr: Frau, wo sind sie geblieben? Hat dich keiner verurteilt? Sie antwortete: Keiner, Herr. Da sagte Jesus zu ihr: Auch ich verurteile dich nicht. Geh und sündige von jetzt an nicht mehr!(Quelle: Messbuch 2010, Butzon & Bercker Verlag)