Kölner Dom
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Kölner Domkantorei
Kölner Domkantorei

27.01.2019 - 10:00

Pontifikalamt im Kölner Dom Dritter Sonntag im Jahreskreis

DOMRADIO.DE übertrug am dritten Sonntag im Jahreskreis das Pontifikalamt aus dem Kölner Dom mit Weihbischof Dominikus Schwaderlapp. Es sang die Domkantorei Köln unter der Leitung von Winfried Krane. An der Orgel: Winfried Bönig

Am letzten Sonntag im Januar wird im Erzbistum Köln alljährlich der Gebets- und Hilfsgemeinschaft mit der Erzdiözese Tokyo gedacht. Der 27. Januar ist auch der Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus – ein seit 1996 bundesweiter und gesetzlich verankerter Gedenktag. 

Auslegung zum Sonntagsevangelium (Lk 1,1-4; 4,14-21)
von Peter Köster

Lukas legt im Vorwort die literarischen und theologischen Absichten dar, die er mit seinem Werk verfolgt. Er ist sich bewusst, dass er mit seinem Vorhaben nicht am Anfang steht. Es hat vor ihm schon andere gegeben, die über die mit Jesus zusammenhängenden Ereignisse einen Bericht (diégesis) verfasst haben. Lukas ist auf die bereits vorliegenden Versuche angewiesen. Er will sie nun vervollständigen und das Ganze in eine übergreifende theologische Gesamtkonzeption einbinden.

Die schriftlichen Vorgaben beziehen sich nicht nur auf die Ereignisse (pragmata) der Jesusgeschichte, sondern auch auf alles, was sich in der Folge davon „unter uns erfüllt hat“. Lukas betrachtet also die Zeitspanne vom Anfang dieser heilsgeschichtlichen Phase, d. h. von der Menschwerdung und der Geburt Jesu bis in seine Gegenwart.

Seine Quellen sind die Augenzeugen von Anfang an (vgl. Apg 1,21 f.) und die Diener des Wortes. Augenzeugen sind für die Glaubenssicherung von großer Bedeutung. Der Glaube braucht im Wechsel der Generationen ein verlässliches, nachprüfbares Fundament. Diener des Wortes sind Leute, die beauftragt waren, die überlieferten heilsgeschichtlichen Ereignisse aus ihrem geistgewirkten Glauben zu deuten und weiterzugeben. Es genügt nicht, das einmal Geschehene durch glaubwürdige Zeugen einfach so weiterzugeben. Das Glaubensgut muss auch als heilswirksames Wort aktuell zur Geltung gebracht werden, damit wir es als Einladung und Anspruch von Neuem erfahren können.

Aus: Magnificat. Das Stundenbuch. Januar 2019

(DR)