Kölner Dom
Kölner Dom

02.02.2020 - 10:00

Pontifikalamt im Kölner Dom Darstellung des Herrn – Lichtmess

DOMRADIO.DE übertrug am Fest der Darstellung des Herrn das Pontifikalamt aus dem Kölner Dom mit Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki. Es sang das Vokalensemble Kölner Dom unter der Leitung von Eberhard Metternich. An der Orgel: Ulrich Brüggemann

In seiner Predigt sprach Kardinal Woelki über die Begegnung zwischen Maria mit dem Jesuskind und Simeon und Hanna, die jahrelang auf die "entscheidende Begegnung" mit dem Retter gewartet haben. Als Simeon im Tempel das Jesuskind auf den Arm nimmt, weint er vor Freude. Er habe geglaubt, gehofft und ausgeharrt und "Gott enttäuschte ihn nicht". Auch von uns sei dieses Suchen und Auschauhalten nach Christus gefordert. "Dadurch und nur dann offenbart er sich auch uns", betonte Woelki und schließt mit den Worten: "Gehört Jesus zu denen, die wir zwar kennen, denen wir aber nicht wirklich begegnet sind? Das Fest der Darstellung des Herrn stellt uns diese Frage. Wir sollten ihr nicht ausweichen".

Fest der Darstellung des Herrn 

Der Brauch der Kerzensegnung und der Lichterprozession am Fest der Darstellung des Herrn führte im deutschen Sprachraum zu der Bezeichnung "Mariä Lichtmess". Mit der Bezeichnung "Darstellung des Herrn" erhielt das heutige Fest nach der Liturgiereform seinen Charakter als Herrenfest zurück. 

Im Lukasevangelium (2,22–40) wird davon berichtet, dass die Eltern Jesu das Kind in den Tempel brachten, es Gott weihten und das gebotene Reinigungsopfer für die Mutter darbrachten. Hier begegnen sie Simeon und Hanna, die in Jesus den Messias erkennen und über das Kind und seine Mutter weissagen. Simeon nennt Jesus "ein Licht, das die Heiden erleuchtet, und Herrlichkeit für dein Volk Israel". Der Osten begeht dieses Fest als "Fest der Begegnung des Herrn", während im Westen die "Reinigung Marias" betont wurde.

Zwei historische Feste liegen dem heutigen zugrunde: ein älteres in Jerusalem und ein jüngeres in Rom. Die Pilgerin Egeria sprach von einem Fest, das in Jerusalem 40 Tage nach Epiphanie mit einer Eucharistiefeier und einer feierlichen Prozession gefeiert wurde. Seit dem fünften Jahrhundert feierte man es in Jerusalem, seit dem siebten Jahrhundert in Rom als "Fest der Begegnung" mit einer Lichterprozession.

Quelle: Magnificat. Das Stundenbuch. Februar 2020

Tag des gottgeweihten Lebens 

Heute ist auch der Tag des gottgeweihten Lebens, den Papst Johannes Paul II. 1997 einführte. Das Thema: "Ich sende meinen Boten aus." (Mal 3,1-4). Der Tag soll zu größerer Wertschätzung des Zeugnisses der Männer und Frauen in der so genannten engeren Christusnachfolge beitragen. Priester und Ordensleute sollen zugleich ermuntert werden, ihre Berufung, ihren Auftrag und ihren Lebensentwurf zu verlebendigen.

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