15.10.2017 - 10:00

Kapitelsamt im Kölner Dom Achtundzwanzigster Sonntag im Jahreskreis

domradio.de übertrug am achtundzwanzigsten Sonntag im Jahreskreis das Kapitelsamt mit Generalvikar Dominik Meiering aus dem Kölner Dom. In seiner Predigt erinnerte er an den vor 30 Jahren verstorbenen Kölner Erzbischof Kardinal Höffner.

Joseph Kardinal Höffner, der das Erzbistum Köln von 1969 bis 1987 leitete, war am 16. Oktober 1987 im Alter von 80 Jahren gestorben.

In das Zentrum seiner Predigt stellte der Kölner Generalvikar Dr. Dominik Meiering die Verbindung zwischen dem ehemaligen Kölner Erzbischof Joseph Kardinal Höffner und dem Begriff "Heimat". Höffner habe oftmals Reden und Ansprachen mit den Worten "in meiner westerwälder Heimat" begonnen.

Dabei verstand Höffner Heimat als den Ort, an dem er seinen Glauben gefunden habe, so Meiering. Gott sei durch die schöne Heimat gegangen und habe dabei sein Spuren hinterlassen: die Tiere, die Quellen, die Schöpfung.

Kirche als Heimat

Am Leben von Kardinal Höffner könne man exemplarisch lernen, dass sich Verwurzelung in der Heimat auf der einen Seite und Welterfahrung auf der einen Seite nicht widersprechen müssen. Oder dass Sorge für den Nächsten auf der einen Seite und Verantwortung für die globale Gemeinschaft sich bedingen müssen, ergänzte der Kölner Generalvikar.

Für Kardinal Höffner sei Heimat auch zunächst einmal das naheliegende gewesen: die Kindheit im Westerwald, die Familie, die Schule, die Lehrer, das Gymnasium in Montabaur. Doch als nach dem Abitur in Trier das Studium in Rom begann und er von der westerwälder Beschaulichkeit in die große Stadt kam, empfand er die Kirche als Heimat.

Dies sei das Geheimnis eines jeden gläubigen Katholiken, betonte Meiering: auf kleinstem Raum, im abgelegensten Winkel oder im verlassensten Tal die Gemeinschaft zu erfahren, die sich verbunden weiß mit der "una sancta katholica ecclesia".

Gebet in der Krypta

Nach dem Gottesdienst versammelten sich die Familie und Angehörige in der Krypta des Kölner Domes, um am Grab Kardinal Höffners zu beten. Den Gottesdienst begleiteten musikalisch die Domkantorei Köln unter der Leitung von Winfried Krane. An den Orgeln waren Ulrich Brüggemann und Stefan Klösges.